Und täglich grüßt das Murmeltier…..

Ich verfolge regelmäßig das Geschehen im Bereich der Weinfonds und frage mich bei einigen Anbietern immer wieder, wie Anleger überhaupt nur einen Cent in diverse Konstrukte investieren können. Insbesondere ein relativ neuer Anbieter fällt mir dabei derzeit ins Auge, der auf seiner Internetseite sehr anschaulich darstellt, wie profitabel doch so ein Weininvestment ist. Anhand von diversen Tabellen und Schaubildern kann man nur zu dem Schluß kommen, dass hochwertiger Wein der absolute Renditeturbo für das Depot ist und man an der Anlageklasse nicht vorbeikommt.

Diese Aufstellungen und Schaubilder sind für mich noch nicht einmal das Geld wert, auf das sie gedruckt sind. Trotzdem findet man sie immer wieder. Dabei handelt es sich nicht um die Wertentwicklung eines real existierenden Weinportfolios, sondern um die Darstellung, wie sich ein “Weindepot” hätte entwicklen können, wenn man in den zurückliegenden Jahren die Highflyer gekauft hätte. Rückblickend betrachtet ist dies natürlich immer ein Leichtes. Natürlich werden bei den Aufstellungen aber auch keine Preisquellen genannt sowie Währungsschwankungen+ Versicherungs-kosten+Lagerkosten, etc. berücksichtigt.

Persönlich habe ich das Gefühl, dass sich zunehmend mehr schwarze Schafe in diesem Bereich tummeln. Die Fonds locken mit einer utopischen Rendite und sind gleichzeitig so gut wie keiner Kontrolle/ Aufsicht unterworfen. Aber einige Leute scheinen immer noch ihren Verstand auszuschalten, sobald ihnen eine zweistellige Rendite pro Jahr versprochen wird. Herr Madoff läßt grüßen.




2 Kommentare

  1. 1 Frau M. Morina

    Guten Tag

    Ich habe Ihren Beitrag mit Interesse gelesen. Der Grund, warum ich überhaupt nach Weininvestment gesucht habe ist der, weil ich eine Diplomarbeit über solche Investments schreiben möchte und Infos über die “Konkurrenz” suche.

    Ihrem Beitrag kann ich total zustimmen. Logisch bringts nichts, wenn man die Depots rückwirkend berechnet:P Spannend ist das schon zu sehen, aber einem Anleger bringt das nichts! Zukunftsaussichten sind viel spannender. Meiner Meinung nach ist es sicher ein Super-Geschäft, wenn man kompetende Weinberater an seiner Seite hat und diese auch im Interesse des Kunden handeln und nicht nur das Ziel “Geld machen” verfolgen.

    Meine Referenzperson, die meine Diplomarbeit begleiten wird ist ein Spitzen-Weinkenner und kennt immer die aktuellen, nachgefragten Weine. Und er möchte nur im Interesse des Anlegers handeln.

    Meine Frage an Sie: Kennen Sie viele Anleger, die ihr Geld in physische Flaschen investieren möchten oder allgemein Interesse haben in Wein anzulegen? Besteht da eine grosse Nachfrage explizit in Deutschland? (bin übrigens aus der Schweiz:))

    Vielen Dank für Ihre Stellungnahme

    Freundiche Grüsse

    Frau M. Morina

  2. 2 weinvestor

    Hallo Frau Morina,
    das Interesse in Deutschland ist bislang eher eine “zarte Pflanze” und wird zum Teil sowohl von Händlern als auch Weintrinkern recht skeptisch gesehen. Es gibt aber auch in Deutschland einige bekannte Weinconsultants, die in diesem Bereich seit Jahren tätig sind. Wenn Sie noch Informationen zu dem Thema “Weininvestment” suchen, werden Sie in naher Zukunft auch bei mir im Blog fündig, da ich noch einige weiterführende Informationen anbieten werde.

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