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	<title>Wein Investment &#187; Weinmarkt</title>
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	<description>Blog über das professionelle Weininvestment und Berichte über "Fine Wine"</description>
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		<title>R&#252;ck- und Ausblick</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 10:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[internationaler Weinmarkt]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht so leicht, das Jahr 2009 im Hinblick auf den Markt f&#252;r hochwertige Weine zu beurteilen. Auf den ersten Blick ist die Entwicklung ja gar nicht mal so schlecht, wenn man sich einmal die Performance des Liv-ex 100 anschaut, der auf das Jahr betrachtet bis Ende November um 14.7 Prozent zulegen konnte. Dabei sollte man aber immer ber&#252;cksichtigen, dass hier der &#8220;Lafite-Faktor&#8221; eine massgebliche Rolle spielt. Nach wie vor erfreuen sich die Weine von Lafite-Rothschild eines extrem gro&#223;en Interesses aus Asien. Der Aufschwung an der Weinb&#246;rse Liv-ex erfolgte nicht auf einer breiten Basis, sondern konzentrierte sich haupts&#228;chlich auf wenige ausgesuchte Weine, insbesondere Lafite.</p>
<p>&#220;berhaupt spielt die Musik im Markt f&#252;r hochwertige Weine zunehmend in Asien- da f&#252;hrt derzeit kein Weg dran vorbei. Wer als Weinh&#228;ndler im Fine-Wine Bereich international mitspielen m&#246;chte, muss sich in Asien positionieren, um die r&#252;ckl&#228;ufige Nachfrage zum Beispiel in Europa auszugleichen.</p>
<p>Ein weiterer Trend, der dieses Jahr verst&#228;rkt einsetzte, war der zu Handelsplattformen. Diese erm&#246;glichen dem Kunden den transparenten An- und Verkauf. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich dieses Angebot durchsetzen wird. Fakt ist aber, dass zunehmend gro&#223;e Anbieter auf diesen Markt dr&#228;ngen.</p>
<p>In Deutschland bleibt es bei der stiefm&#252;tterlichen Behandlung des Themas &#8220;Weininvestments&#8221;. Zudem ist in Zeiten der Krise auch die Nachfrage nach hochwertigen Weinen eingebrochen, zum Teil kam der Markt mehr oder weniger zum Erliegen. Eine Vorhersage f&#252;r das Jahr 2010 ist derzeit schwierig.</p>
<p>Nicht so schwierig ist die Vorhersage, dass sich der Bordeaux-Jahrgang 2009 einer riesigen Nachfrage erfreuen wird. Die Lobeshymnen auf den Jahrgang wollen eigentlich gar nicht mehr enden- und dies auf breiter Basis. Die Primeur-Kampagne wird sich n&#228;chstes Jahr einer riesigen Aufmerksamkeit erfreuen, daf&#252;r muss man keine hellseherischen F&#228;higkeiten besitzen.</p>
<p>An dieser Stelle m&#246;chte ich die Gelegenheit nutzen und meinen Leserinnen und Lesern ein gesundes und gl&#252;ckliches Jahr 2010 w&#252;nschen.</p>
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		<title>Interview mit Mario Scheuermann</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 10:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Mario Scheuermann vom Planet Bordeaux habe ich ein Interview &#252;ber die derzeitige Lage am Fine-Wine Markt, die Aussichten f&#252;r die Zukunft und seine Einsch&#228;tzung zur anstehenen Primeur- Kampagne gef&#252;hrt. 
WEINVESTMENT: &#8220;Im Soge der weltweiten Wirtschaftskrise sind auch die Preise f&#252;r hochwertigen Wein unter Druck geraten. Wie sehen Sie die mittel- bis langfristigen Perspektiven f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Mario Scheuermann vom <a href="http://bordeaux.blogg.de/">Planet Bordeaux </a>habe ich ein Interview &#252;ber die derzeitige Lage am Fine-Wine Markt, die Aussichten f&#252;r die Zukunft und seine Einsch&#228;tzung zur anstehenen Primeur- Kampagne gef&#252;hrt. </p>
<p><strong>WEINVESTMENT: &#8220;Im Soge der weltweiten Wirtschaftskrise sind auch die Preise f&#252;r hochwertigen Wein unter Druck geraten. Wie sehen Sie die mittel- bis langfristigen Perspektiven f&#252;r den &#8220;Fine-Wine&#8221; Markt?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;Ich sch&#228;tze die mittel- und langfristige Perspektive f&#252;r den „Fine Wine“ Markt durchaus optimistisch und positiv ein. Einerseits bin ich schon der Meinung, dass nicht alle Weine zu ihren fr&#252;heren H&#246;chstst&#228;nden zur&#252;ckkehren werden; denn vieles war da auch ungerechtfertigt und &#252;bertrieben. Aber bei den erstklassigen Gew&#228;chsen aus sehr guten Jahren mache ich mir keine grossen Gedanken. Die werden ihre H&#246;chstst&#228;nde wieder erreichen und auch noch &#252;bertreffen. Daf&#252;r bedarf es aber eines gewissen Zeithorizonts von vielleicht f&#252;nf oder zehn Jahren. Wer heute Geld genug hat um sich z.B. mit 1982 Lafite oder 1961 Latour in Grossflaschen bzw. OHK eindecken zu k&#246;nnen, was sollte der falsch machen? Solche Weine sind heute eine anerkannte eigene Asset-Klasse wie Alte Meister, Gold oder Fabergé-Eier. Zum Unterschied zu allen anderen Wertanlagen, kann man sie notfalls aber auch mit Genuss trinken. F&#252;r mich w&#228;re dies das eigentliche Ziel. Es gibt eine alte Sammler-Regel: kaufe zwei OHKs. Wenn der Preis sich verdoppelt hat, verkaufe eine und trinke die andere mit der Zeit aus. Die ist dann n&#228;mlich for free. <img src='http://www.weinvestment.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> &#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: </strong><strong>Stichwort &#8220;&#220;bertreibung&#8221;: diese war sicherlich auch beim hoch gelobten Jahrhundertjahrgang 2005 zu verzeichnen. Die Preiskorrektur f&#252;r viele Weine dieses Jahrgangs fiel entsprechend deutlich aus, teilweise betrug diese 20- 30 Prozent von den H&#246;chstst&#228;nden. Wie sch&#228;tzen sie das Potential auf dem aktuellen Level ein bzw. wie w&#252;rden Sie das Chance/Risiko Verh&#228;ltnis auf l&#228;ngere Sicht einordnen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;Das ist eine viel komplexere Sachlage als normalerweise dargestellt und hat eine Vorgeschichte, die in die 1990er Jahre zur&#252;ckreicht. Damals kamen &#252;berseeische Icon-Weine z.B. aus Australien (Three Rivers) oder USA (Screaming Eagle, Maja u. a.) zu Releasepreisen auf den Markt, die h&#246;her lagen als die der Premier Crus in Bordeaux. Das konnten und wollten diese nach ihrem eigenen Selbstverst&#228;ndnis nicht akzeptieren also suchten sie eine M&#246;glichkeit so schnell wie m&#246;glich wieder die h&#246;chsten Preise zu erzielen, Nach dem System Bordeaux ist nur der Premier, der die h&#246;chsten Preise<br />
erzielt. Die erste Chance war der Jahrgang 2000. Allerdings funkte da der Millenium-Effekt dazwischen; denn dieser traf nat&#252;rlich alle hochwertigen, lagerf&#228;higen Weine egal woher sie kommen. 2005 war es dann soweit. Die Gleichung lautete: Jahrhundertjahrgang = Jahrhundertpreise. Und so kam es auch. Die h&#246;chsten Preise seit Napoleon III. Dass so viele andere versuchten nachzuziehen war eine &#220;bertreibung, die nicht von Dauer sein konnte und auch nicht sein wird, wenn man von einigen Sonderf&#228;llen (Super Seconds, Garagenweine vom rechten Ufer etc.) absieht. Wenn  jetzt die Preise korrigieren, wird das nur f&#252;r den Mittelbau  der Klassifikation von Dauer sein. Die Premiers werden den ersten grossen Jahrgang nutzen um wieder auf der Preisniveau von 2005 zu kommen. Was den Jahrgang 2005 betrifft, werden die Preise in dem f&#252;r diese Weine &#252;blichen Zeitraum sp&#228;testens ab 2013 &#8211; 2015 auf ein Niveau steigen das &#252;ber dem von 2006/2007 liegt. Daran wird auch die derzeitige Wirtschaftskrise nichts &#228;ndern zumal sie bis dahin &#252;berwunden sein wird. Insofern bietet ein Investment in diesen Jahrgang ein &#252;berschaubares Risiko. Im Augenblick w&#252;rde ich aber eher in erstklassige Jahrg&#228;nge wie 1982, 1961 und &#228;lter investieren.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Letztlich m&#252;ssen f&#252;r solche Preissteigerungen immer zwei Faktoren zusammen kommen: zum einen, die Anbieter, die diese Preise verlangen und zum anderen Kunden, die diese auch bezahlen. Auf der Kundenseite konnte man insbesondere in den letzten Jahren verst&#228;rkt Nachfrage aus L&#228;ndern wie Russland, Indien und dem gesamten asiatischen Raum verzeichnen. Sehen Sie auch f&#252;r die Zukunft eine verst&#228;rkte Verlagerung der Nachfrage in diese L&#228;nder? Verliert Europa in diesem Bereich u.U. an Bedeutung?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Ich bef&#252;rchte ja. Die europ&#228;ischen Konsumenten werden zunehmend an Bedeutung und Einfluss verlieren. Das ist ein viele Branche durchdringender Mega-Trend Die drinking habits, die weltweiten Trends werden mehr und mehr von den neuen Milieus in den Megast&#228;dten der BRIC Staaten bestimmt so wie diese heute bereits stark die Mode, die Kunst oder das Kino (Bollywood) aber auch die Autoindustrie beeinflussen bzw. M&#228;rkte wie TV, Computer, Mobilephons, Kameras, Chips und Screens beherrschen. Europa l&#228;uft mit seiner starken politischen und wirtschaftlichen Fraktionierung Gefahr immer weiter kolonialisiert zu werden auch in seinem eigenen Geschmack (Coca Cola, McDonald, Starbucks etc.). Die n&#228;chsten &#220;berflutungen werden aus China und Indien kommen. Es gibt wenig aus Europa, was da dagegenh&#228;lt. Immerhin k&#246;nnte es sein, dass ALDI, Lidl und Co. zum weltweiten Modell f&#252;r die Nahversorger der Zukunft werden. Ich will damit sagen: wenn zig Millionen Chinesen, Inder, Russen, Brasilianer in Zukunft Weine aus Bordeaux sch&#228;tzen, gehen die Preise weiter nach oben. Falls diese Konsumentenschichten sich etwas anderem zuwenden sollten, werden die Bordeauxpreise sinken und die Preise anderer pr&#228;ferierter Weine steigen. Europa k&#246;nnte daran nat&#252;rlich einiges &#228;ndern, aber ich sehe im Augenblick weder den politischen Willen, noch die Kraft und schon gar nicht den Mut in der politischen Klasse dies anzupacken. Es w&#228;re auch gegen weite Teile der desinformierten B&#252;rger gar nicht durchzusetzen. Dies Tr&#228;umen doch lieber von einer R&#252;ckkehr ins angeblich idyllische 19. Jahrhundert allerdings ausgestattet mit den technischen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts. Das geht aber nicht und wird Wunschtraum bleiben. Ich bef&#252;rchte, dass<span> </span>Europa und damit auch Deutschland in Zukunft<span> </span>als Wirtschafts.- und<span> </span>Machtzentrum <span> </span>eine untergeordnete Rolle spielen wird. F&#252;r ausgesprochene Luxusg&#252;ter wie Spitzenweine heisst das: von einer kleinen Gruppe wirklich reicher B&#252;rger abgesehen, wird sich dann niemand mehr diese Weine leisten k&#246;nnen.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Sehen Sie diese Entwicklung auch im Bereich der hochwertigen Bordeaux-Weine? Dies w&#252;rde letztendlich bedeuten, dass Namen wie &#8220;Lafite&#8221;, &#8220;Latour&#8221; oder &#8220;Mouton Rothschild&#8221; zumindest Gefahr laufen w&#252;rden, in einigen Jahren den Status als Luxusgut zu verlieren.&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Das glaube ich nun nicht. Bordeaux an sich ist nach wie vor eine der st&#228;rksten Mega-Marken der Welt wie Champagner, Havanna Zigarren oder Cognac. Produkte wie diese werden f&#252;r die n&#228;chsten Jahre und Jahrzehnte f&#252;r alle Aufsteiger der neuen Bourgeoisien in den EmergingMarkets prestigetr&#228;chtig sein. Und die Premiers heben sich nochmals als Ultra Marken und Icons ab. Ich glaube im Gegenteil daran, dass sich der Luxus Status der Premiers erst mal noch verst&#228;rken und vertiefen wird. Aber dies muss nicht auf alle Ewigkeiten zementiert sein. K&#252;nftige Generationen in Megapolen wie Shanghai, Beijing, Mumbai, Rio etc. werden eines Tages sicher eigene Vorlieben entwickeln. Aber da reden wir von der n&#228;chsten oder besser &#252;bern&#228;chsten Generation- also einen Zeitraum deutlich nach 2020. Mir ist aber bewusst, dass diese Welt (auch die Weinwelt) am Ende dieses Jahrhunderts anders aussehen wird als jetzt. Im 21. Jahrhunderts wird sich alles &#8211; eine friedliche Entwicklung vorausgesetzt &#8211; deutlich st&#228;rker und tiefgreifender ver&#228;ndern als dies im 20. Jahrhundert der Fall war. Das Jahr 2100 wird sich<br />
vom Jahr 2000 so abheben wie das Jahr 2000 vom Jahr 1800.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>In wenigen Wochen steht die Primeur-Kampagne in Bordeaux vor der T&#252;r, von der Sie auch quasi &#8220;live&#8221; twittern (http://twitter.com/primeur08) werden. Diese beinhaltet dieses Jahr einiges an Spannungspotential. Der internationale Handel fordert Abschl&#228;ge bis zu 50 Prozent auf das Preisniveau der letzten Jahre, um &#252;berhaupt eine Chance zu haben, die Weine an den Mann oder die Frau zu bringen. Wie sch&#228;tzen Sie zum einen im Vorfeld die Qualit&#228;t des Jahrgangs ein und werden die Châteaux ihrer Meinung nach die Erwartungen bez&#252;glich der Preispolitik erf&#252;llen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Es sind nat&#252;rlich vor allem die Londoner H&#228;ndler die derart hohe Preisabschl&#228;ge fordern; denn denen ist ihre einstmals starke W&#228;hrung abhanden gekommen. Das ist ein v&#246;llig neues Gef&#252;hl f&#252;r die, dass sie mit ihrem kranken Pfund nicht mehr tonangebend oder gar marktbeherrschend sind. Die sitzen in einer Riesenfalle: sie brauchen tats&#228;chlich 30 Prozent Abschlag um das W&#228;hrungsgef&#228;lle zum Euro auszugleichen und dann noch mal 20 Prozent wg. der m&#246;glicherweise mangelnden Qualit&#228;t des Jahrgangs. Sollten die Bordelaiser ihnen diesen Gefallen tun, w&#252;rden sich die H&#228;ndler auf dem Kontinent die H&#228;nde reiben. Diese k&#246;nnten dann konkurrenzlos preiswert einkaufen. F&#252;r sie w&#252;rde Bordeaux pl&#246;tzlich wieder zum Gesch&#228;ft. Ich sehe diesen ganz krassen Preisabschlag noch nicht. Er wird sich eher zwischen 20 und 40 Prozent bewegen. </em></p>
<p class="MsoNormal"><em>Was die Qualit&#228;t betrifft traue ich mir derzeit keine detaillierten Prognosen zu. Fakt ist: 2008 war und wird kein grosser Jahrgang werden. Aber erstens ist die Menge sehr klein und zweitens liegen zwischen den Ernteterminen einzelner Regionen und Châteaux bis zu 4 Wochen und mehr. Was das f&#252;r die individuelle Qualit&#228;t der Weine bedeutet kann man ohne Verkostung nicht sagen. Deshalb wird diese Kampagne sehr spannend werden.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>K&#246;nnten Sie sich vorstellen, dass das derzeit herrschende Konzept des Primeur-Verkaufs sich in absehbarer Zeit &#228;ndern wird? Kritik daran wird schon seit l&#228;ngerer Zeit ge&#252;bt. Werden diese Forderungen die gewachsenen Strukturen auflockern oder gar brechen k&#246;nnen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p><em>Also &#252;ber die derzeitige Konzeption der Primeur-Kampagne wird in Bordeaux aus unterschiedlichen Gr&#252;nden schon seit Jahren diskutiert. Ohne Ergebnis. Insofern glaube ich nicht, dass sich daran viel &#228;ndern wird. Andererseits gibt es diese Form der Organisation der Kampagne erst seit ca. 30 Jahren. Davor war es viel chaotischer und individueller. Erst mit der Gr&#252;ndung der Union des Grands Crus 1973 kam da Ordnung rein. Bisher ist man damit gut gefahren. Kritik kommt immer wieder von Erzeugerseite, dass man die Verkostungstermine ca. 3 Wochen sp&#228;ter ansetzen sollte. Da spricht aus Sicht der Produzenten und Verkoster einiges daf&#252;r. Aber der Handel will das nicht. Die Preisfindung f&#228;nde dann nicht im Mai/Juni statt sondern erst im Juni/ Juli und das ist Ferienzeit. Zum anderen k&#246;nnte dann Robert Parker <span> </span>seine Bewertungen nicht mehr Ende April liefern sondern erst Ende Juni. Dies w&#252;rde bedeuten, dass die Preisfindung erst im Juli/August stattfinden w&#252;rde. Das geht gar nicht. So ist auch der Vorschlag von Monsieur Prats zu verstehen</em><em> die Preisfindungsphase gleich auf September zu verschieben. Ob das aber mehrheitsf&#228;hig ist, weiss ich nicht zu beurteilen. Glaube aber eher nein. Andererseits hat der Erosionsprozess der gewachsenen Strukturen bereits begonnen. Immer h&#228;ufiger nehmen Erzeuger einen oder mehrere Weine aus der Kampagnen-Struktur des Platzes Bordeaux heraus allen voran Bernard Magrez. Viele tr&#228;umen davon, dass man zuk&#252;nftig die Premiers unter Ausschaltung des Zwischenhandels &#252;ber eigene Luxus-Portale oder Luxus-Shops verkaufen k&#246;nnte. Das w&#228;re freilich das Ende des Systems Bordeaux und eine existentielle Katastrophe f&#252;r die Masse der Winzer an der Basis.</em></p>
<p><em></em><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Abschlie&#223;ende Frage: wenn man einmal einen Blick &#252;ber den Tellerrand der klassischen Icon-Weine hinauswagt: Sehen Sie Weine, die das Potential und die Voraussetzung haben, die Reihe der bekannten Investmentweine in absehbarer Zukunftzu erg&#228;nzen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>In vielen klassischen Regionen aber auch in neuen Weinbaul&#228;ndern streben Erzeuger danach mit Weinen diesen Status zu erreichen z.B. in Argentinien oder auch S&#252;dafrika, in Ungarn, &#214;sterreich oder Deutschland.<span> </span>Aber das ist nicht so einfach wie manche denken und schnell geht das auch nicht. Die Qualit&#228;t muss nicht einmal sehr hoch sein sondern man muss auch &#252;ber viele Jahre ein &#228;hnlich hohes Niveau halten, <span> </span>es  mit der Zeit sogar steigern. Man braucht regelm&#228;ssig Noten weit jenseits der 90 Punkte von den f&#252;hrenden Kritikern der Welt, einen Release-Preis jenseits von 50 Euro als Ausgangspunkt und einen sekund&#228;ren Markt mit permanenter Nachfrage und dadurch dauerhaft steigenden Preisen. In Australien<span> </span>haben das z.B. Grange<span> </span>und Hill of Grace geschafft, <span> </span>in den USA Opus One und Dominus, in Spanien Vega Sicilia. Pingus ist auf dem Weg dorthin. Ich denke schon, dass wir uns da in den n&#228;chsten zehn, 15 Jahren noch einige andere neue Namen werden merken m&#252;ssen. Wenn Sie mich nach Deutschland fragen, w&#252;rde ich vielleicht das Kirchenst&#252;ck von Dr. B&#252;rklin-Wolf nennen, den Schlossberg Pinot noir von August Kesseler oder die Sp&#228;tburgunder „Alte Reben“ von Stodden.<span> </span>Das sind Weine, die sich langsam diesem Profil n&#228;hern. Ob sie es letztendlich schaffen werden, wird man sehen. Die edels&#252;ssen Goldkapsel-Weine von Weil aus dem Rheingau oder die Spitzen aus der Kollektion von Egon M&#252;ller an der Saar sind dort wohl schon angelangt.</em></p>
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		<title>Potentielle &#8220;Sp&#228;tfolge&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 20:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Markt f&#252;r hochwertige Weine lebt grundlegend von dem Prinzip Angebot und Nachfrage.  Im Soge der Finanz-/Wirtschaftskrise sind die Preise f&#252;r hochwertige Weine unter Druck geraten, da H&#228;ndler/ Fonds ihre Best&#228;nde aus unterschiedlichen Gr&#252;nden aktiv im Markt verkaufen mu&#223;ten. Nun beruhigt sich die Lage etwas, die erste Verkaufswelle scheint &#252;berstanden zu sein. F&#252;r die nahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Markt f&#252;r hochwertige Weine lebt grundlegend von dem Prinzip Angebot und Nachfrage.  Im Soge der Finanz-/Wirtschaftskrise sind die Preise f&#252;r hochwertige Weine unter Druck geraten, da H&#228;ndler/ Fonds ihre Best&#228;nde aus unterschiedlichen Gr&#252;nden aktiv im Markt verkaufen mu&#223;ten. Nun beruhigt sich die Lage etwas, die erste Verkaufswelle scheint &#252;berstanden zu sein. F&#252;r die nahe Zukunft darf man  gespannt sein, wo die Reise hingeht, diverse Szenarien sind dabei denkbar.</p>
<p>Unter einem l&#228;ngerfristigen Zeithorizont k&#246;nnte sich ein weiteres Problem ergeben.  Im Soge der derzeitigen Unsicherheit wird der Konsum von edlen Rotweinen zur&#252;ckgehen- sowohl im privaten, als auch im gesch&#228;ftlichen Bereich. Spesenausgaben werden zur&#252;ckgeschraubt, was insbesondere Restaurants mit einem hochwertigen Weinangebot zu sp&#252;ren bekommen. Zudem ist speziell der Haupthandelsplatz London von der Wirtschaftskrise betroffen, wo Gesch&#228;ftsessen gerne mit einer guten Flasche Wein begleitet wurden.  Im privaten Bereich wird sicherlich die ein oder andere Flasche lieber &#8220;gebunkert&#8221; als ausgetrunken.</p>
<p>Somit schr&#228;nkt sich derzeit ein wichtiges Kriterium f&#252;r einen funktionierenden Weinmarkt nicht unerheblich ein- der Konsum.  Selbst wenn diese Best&#228;nde dann sp&#228;ter noch effektiv getrunken werden sollten, so wird dies doch Auswirkungen auf die Nachfrage haben, da zun&#228;chst die eigenen Lager &#8220;gepl&#252;ndert&#8221; &#8211; und danach erst wieder aufgef&#252;llt werden.  Auch wenn andere internationale M&#228;rkte sich derzeit immer noch als Nachfragemotor bet&#228;tigen, man sollte diesen Aspekt bzw. dieses latente Risiko nicht aus den Augen verlieren.</p>
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		<title>R&#252;ck- und Ausblick</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 12:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausblick Weinmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2008 dauert nur noch wenige Stunden und genau wie der Bloggerkollege Mario Scheuermann m&#246;chte ich die M&#246;glichkeit nutzen, einen Blick zur&#252;ck und in das n&#228;chste Jahr zu werfen.
R&#252;cklick
Eine lange Zeit konnte sich der Markt f&#252;r hochwertige Weine dem Einflu&#223; der Kredit-/Finanzkrise entziehen und damit den Vorteil der Anlageklasse Wein- eine geringe Korrelation mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr 2008 dauert nur noch wenige Stunden und genau wie der Bloggerkollege <a href="http://bordeaux.blogg.de/">Mario Scheuermann</a> m&#246;chte ich die M&#246;glichkeit nutzen, einen Blick zur&#252;ck und in das n&#228;chste Jahr zu werfen.</p>
<p><strong>R&#252;cklick</strong></p>
<p>Eine lange Zeit konnte sich der Markt f&#252;r hochwertige Weine dem Einflu&#223; der Kredit-/Finanzkrise entziehen und damit den Vorteil der Anlageklasse Wein- eine geringe Korrelation mit den Finanzm&#228;rkten- ausspielen. Aber sp&#228;testens ab dem Herbst 2008 erwischte die globale Weltwirtschaftskrise auch den Weinmarkt, was sich u.a. in der Entwicklung des <a href="http://www.liv-ex.com/pages/static_page.jsp?pageId=100">Liv-ex 100</a> widerspiegelt. Der internationale Weinmarkt wurde in den Jahren zuvor durch eine weltweite Nachfrage in neue H&#246;hen gepusht, bei der zahlungskr&#228;ftigen Kundschaft spielte der Preis f&#252;r einzelne Weine  keine Rolle- entscheidend war der Statusgedanke. Der Hype um den Jahrhundertjahrgang 2005 und eine st&#228;ndig zunehmende Zahl an Weinfonds sorgten letzlich f&#252;r eine &#8220;Blase&#8221; am Weinmarkt, der nun die Luft entweicht. Aber eigentlich ist bislang nicht viel geschehen- eine &#220;bertreibungsphase ist beendet, der Markt konsolidiert und die ersten Sammler, die vom hohen Preisniveau abgeschreckt waren, kommen langsam zur&#252;ck in den Markt. Und selbst wenn man als Weinfreund nun einige zu teuer eingekaufte Flaschen j&#252;ngeren Jahrgangs im Keller liegen haben sollte- Lehman Zertifikate oder Infineon Aktien w&#252;rden mir bedeutend mehr Kopfschmerzen bereiten. Die Zeitschiene spricht f&#252;r die fl&#252;ssige Geldanlage. Pers&#246;nlich m&#246;chte ich aber auch immer wieder betonen, dass man das Weininvestment unter dem Aspekt &#8220;das Angenehme mit dem N&#252;tzlichen verbinden&#8221; betreiben sollte. Daher sehe ich auch die zunehmende Anzahl an Weinfonds mit hohen Volumen skeptisch, da hier allein die Rendite im Vordergrund steht. Zudem sehe ich auf langfristige Sicht darin ein ernsthaftes Problem f&#252;r den Weinmarkt entstehen, was aber an anderer Stelle diskutiert werden soll.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Was bringt das Jahr 2009? Die Gefahr von kurzfristig weiter fallenden Weinpreisen ist durchaus gegeben. Wobei das Wort &#8220;Gefahr&#8221; eigentlich fehl am Platze ist und besser durch &#8220;Chance&#8221; ersetzt werden sollte. Das Weininvestment ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und unter diesem Zeithorizont betrachtet bieten sich nun verlockende Chancen, wenn man sie erkennt und die Weine mit Bedacht ausw&#228;hlt. Eile beim Kauf ist dabei nicht gegeben, man kann davon ausgehen, dass die Preise wahrscheinlich erstmal stagnieren oder u.U. noch weiter nachgeben werden. Aber genau wie bei der Aktienanlage sollte man nicht versuchen, zu absoluten Tiefstkursen zu kaufen, da dies den wenigsten gelingt.</p>
<p>Man darf im neuen Jahr zudem darauf gespannt sein, wie sich die Primeur-Kampagne 2008 entwickeln wird. Wie schon in einem anderen Beitrag angerissen, k&#246;nnte sich diese zu einem Tanz auf dem Drahtseil entwickeln- Ausgang ungewiss.</p>
<p><strong>Schlu&#223;wort</strong></p>
<p>Zum Schluss m&#246;chte ich meinen Lesern und Bloggerkollegen noch einen Guten Rutsch ins neue Jahr w&#252;nschen. 2009 wird sicherlich kein leichtes Jahr- in jeder Hinsicht. Aber jede Krise bietet auch eine Chance und unter diesem Leitsatz steht auch die f&#252;r Januar anstehende Blogerweiterung&#8230;&#8230;.</p>
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		<title>Marketwatch</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 18:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, dass der Liv-Ex 100 in den kommenden Monaten noch weiter nachgibt. Wie hoch diese Verluste u.U. sind, sei dahingestellt, aber 10- 15 Prozent sind nicht unrealistisch. Aber dies ist doch jetzt die Chance, worauf viele Weinfreunde und Sammler gewartet haben. Fr&#252;her war der Tenor: Die &#8220;Weinspekulanten&#8221; machen die Preise kaputt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist durchaus nicht ausgeschlossen, dass der Liv-Ex 100 in den kommenden Monaten noch weiter nachgibt. Wie hoch diese Verluste u.U. sind, sei dahingestellt, aber 10- 15 Prozent sind nicht unrealistisch. Aber dies ist doch jetzt die Chance, worauf viele Weinfreunde und Sammler gewartet haben. Fr&#252;her war der Tenor: Die &#8220;Weinspekulanten&#8221; machen die Preise kaputt, da sie letztere in die H&#246;he treiben. Nun treiben sie die Preise in die andere Richtung und dies sollte doch f&#252;r jeden ambitionierten Sammler ein Freudenfest sein. Die Preise sind r&#252;ckl&#228;ufig und das Angebot an Weinen ist en masse vorhanden. Ich habe jetzt schon die ersten Stimmen aus meinem Bekanntenkreis vernommen, dass sie jetzt lieber noch nichts kaufen, weil die Preise ja noch weiter runtergehen k&#246;nnen. V&#246;llig richtig- k&#246;nnen sie. Aber dies erinnert mich auch stark an die Aktienanleger, die versuchen &#8220;ganz unten&#8221; ein Schn&#228;ppchen zu machen und im Endeffekt leer ausgehen oder sp&#228;ter zu bedeutend h&#246;heren Kursen kaufen. Letztlich ist das Weininvestment immer auf einen mittel- bis langfristigen Horizont ausgerichtet und daher bietet sich jetzt aktuell die M&#246;glichkeit, in die Schw&#228;che des Marktes reinzukaufen. Nat&#252;rlich mit Bedacht und ausgew&#228;hlte Château und Jahrg&#228;nge. Sollten die Preise in naher Zukuft weiter nachgeben, bieten sich weitere Chancen. Und diese sollten Weinfreunde, Sammler und &#8220;Investoren&#8221; gemeinsam nutzen.</p>
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		<title>Ausblick Weinmarkt</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 10:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fine wine]]></category>
		<category><![CDATA[Hochwertiger Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Liv-Ex]]></category>
		<category><![CDATA[Liv-Ex 100]]></category>
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		<description><![CDATA[Finanzkrise und Weinmarkt
Die Finanzkrise zieht weiter ihre Kreise, die endg&#252;ltigen Folgen sind noch nicht absehbar. Man k&#246;nnte sich nun die Frage stellen, wie sich die Krise auf den Markt f&#252;r hochwertige Weine auswirkt.
Weinb&#246;rse und Auktionsmarkt
Eine pauschale Antwort ist meiner Meinung nach derzeit nicht m&#246;glich, da sich der heutige Weinmarkt nicht mit dem zur Zeit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Finanzkrise und Weinmarkt</strong><br />
Die Finanzkrise zieht weiter ihre Kreise, die endg&#252;ltigen Folgen sind noch nicht absehbar. Man k&#246;nnte sich nun die Frage stellen, wie sich die Krise auf den Markt f&#252;r hochwertige Weine auswirkt.</p>
<p><strong>Weinb&#246;rse und Auktionsmarkt</strong><br />
Eine pauschale Antwort ist meiner Meinung nach derzeit nicht m&#246;glich, da sich der heutige Weinmarkt nicht mit dem zur Zeit der Asienkrise vergleichen l&#228;&#223;t. Der Liv-Ex mu&#223;te im September ein Minus von 3,7 Prozent verzeichnen, ein moderates Minus im Vergleich zu den Finanzm&#228;rkten, aber trotzdem k&#246;nnte man diese Entwicklung als erstes Indiz daf&#252;r werten, dass sich die Krise nun auch auf den Bereich des &#8220;Fine Wine&#8221; auswirkt. Der europ&#228;ische Auktionsmarkt im September zeigte sich dagegen robuster und konnte bei den Versteigerungen sein hohes Niveau verteidigen bzw. leicht ausbauen. </p>
<p>Die Preise im Fine Wine Bereich kannten in den letzten Jahren nur die Richtung nach oben, was der Chart des  <a href="http://www.liv-ex.com/pages/static_page.jsp?pageId=100">Liv-Ex 100</a> eindrucksvoll veranschaulicht. Unter anderem der sehr hoch gelobte, aber noch sehr junge Jahrgang 2005, konnte dabei bereits beachtliche Preissteigerungen verzeichnen. Das Potential nach oben erscheint in diesem Jahrgang bis auf weiteres ausgereizt. Die Vermutung liegt nahe, dass sich H&#228;ndler und Investoren von Teilen ihrer Best&#228;nde des Jahrgangs trennen, da sie zum einen kurzfristige Gewinne mitnehmen und zum anderen die Weine bereits &#8220;zu teuer&#8221; sind und daher von ihnen in der nahen Zukunft  kein weiteres Aufw&#228;rtspotential zu erwarten ist. Da der Liv-Ex 100 zu einem nicht unerheblichen Teil aus Weinen dieses Jahrgangs besteht, ist die Gefahr gro&#223;, dass der Index unter diesen Voraussetzungen weiter nachgibt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Auktionsmarkt ebenfalls diese Richtung einschl&#228;gt, da dieser zum einen breiter aufgestellt ist und zum anderen regelm&#228;&#223;ig Auktionen mit einzelnen Schwerpunkten (z.B. Jahrgang 2000) stattfinden. Somit ist es durchaus denkbar, dass sich die beiden M&#228;rkte unterschiedlich entwickeln bzw. unterschiedlich stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine potentielle Entwicklung die auch durch die unterschiedlichen Akteure an den beiden Marktpl&#228;tzen bedingt werden k&#246;nnte.</p>
<p>Pers&#246;nlich glaube ich, dass die gro&#223;en internationalen Weinfonds nun Mittelabfl&#252;sse zu verzeichnen haben. Daher werden Best&#228;nde in der kommenden Zeit sukzessive abgebaut, wobei sich die Frage stellt, wie marktschonend dies an der Liv-Ex geschehen kann, auch wenn die einzelnen Teilnehmer ein Interesse daran haben werden, sich nicht gegenseitig die Performance zu &#8220;vermiesen&#8221;.</p>
<p><strong>Auswirkungen auf Nachfrage</strong><br />
Als n&#228;chstes stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Finanzkrise auf die internationale Nachfrage nach hochwertigen Wein haben wird. Naturgem&#228;&#223; wirkt sich solch eine Krise erst mit einer gewissen zeitlichen Verz&#246;gerung aus. Sicherlich wird die Nachfrage in Mitleidenschaft gezogen (z.B. in der Finanzbranche), aber man sollte auch ber&#252;cksichtigen, dass viele Leute jetzt nicht einfach mittellos sind und es sich bei diesen Leuten um ein Jammern auf hohem Niveau handelt. Das Segment &#8220;hochwertiger Wein&#8221; spricht eine Klientel an, die trotzdem auf ihren Luxus nicht verzichten mu&#223;.</p>
<p>Zudem ist die Nachfrage auf eine bedeutend gr&#246;&#223;ere internationale Basis als damals zur Asienkrise gestellt.Vielleicht findet auch ein Umdenken bei Weinfreunden und Anlegern statt. Wenn man in Zertifikate von Lehman Brothers investiert hat, erleidet man als Anleger u.U. aufgrund des Emittentenrisikos einen Totalverlust. Dieser ist beim Weininvestment nahezu ausgeschlossen. Vielleicht setzt daher auch ein Trend zur Anlage in Wein, Antiquit&#228;ten, etc. ein&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Somit bleibt festzuhalten, dass es in meinen Augen derzeit nur sehr schwer m&#246;glich ist, eine verbindliche Aussage zu der Tendenz des Weinmarktes zu treffen, da es eine vergleichbare Situation noch nie gab. Die Anlageklasse Wein kann sich nun bew&#228;hren und derzeit tut sie es auch noch. Sollte sich die Krise weiter zuspitzen und die Weltwirtschaft nachhaltig auf nicht absehbare Zeit in Mitleidenschaft gezogen werden, wird wahrscheinlich auch der Weinmarkt in die Knie gezwungen. </p>
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		<title>Liv-Ex Monatsbericht August 2008</title>
		<link>http://www.weinvestment.de/blog/liv-ex-monatsbericht-august-2008/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 17:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liv-Ex]]></category>
		<category><![CDATA[Liv-Ex 100]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Liv-Ex 100 tritt auf der Stelle
Der Liv-Ex 1oo beendete den August nahezu unver&#228;ndert mit 262.73 Punkten.  Ein Gro&#223;teil des Bordeaux-Handels spielte sich im Jahrgang 2003 (24% des Gesamtvolumens) ab, gefolgt vom Jahrgang 2000 (15%) und 2004 (14%).  Zunehmend weniger Beachtung fand hingegen der 2005´er Jahrgang, auf den lediglich 6 Prozent des Handelsvolumens entfiel. Champagner konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.liv-ex.com">Liv-Ex 100</a> tritt auf der Stelle</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.liv-ex.com">Liv-Ex 1oo</a> beendete den August nahezu unver&#228;ndert mit 262.73 Punkten.  Ein Gro&#223;teil des Bordeaux-Handels spielte sich im Jahrgang 2003 (24% des Gesamtvolumens) ab, gefolgt vom Jahrgang 2000 (15%) und 2004 (14%).  Zunehmend weniger Beachtung fand hingegen der 2005´er Jahrgang, auf den lediglich 6 Prozent des Handelsvolumens entfiel. Champagner konnte dagegen ein gesteigertes Interesse bei den H&#228;ndlern verzeichnen, was sich in einem Anteil von 3.1% am Gesamthandelsvolumen ausdr&#252;ckte.</p>
<p>Bei den Verlierern des Monats waren erneut einige Weine aus dem 2005´er Jahrgang zu finden, wobei sich die prozentualen Abschl&#228;ge meistens in engen Grenzen (z.B. Lafite -0.9%, Latour -2%) hielten.</p>
<p>Bei den Gewinnern des Monats war erneut der Trend festzustellen, dass H&#228;ndler und Investoren sich auf &#8220;vernachl&#228;ssigte&#8221; Jahrg&#228;nge konzentrieren, z.B. Gruaud Larose 1998 (+18.1%), Mission Haut Brion 1995 (+17.4%), Yquem 1996 (+13.4%).</p>
<p>Nun darf man gespannt sein, wie sich der Liv-Ex 100 im Soge der sich verschlimmernden Finanzkrise entwickeln wird&#8230;&#8230;</p>
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		<title>Finanzkrise und Weinmarkt</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 15:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Divers]]></category>
		<category><![CDATA[Anlageklasse Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann sich der Weinmarkt weiterhin behaupten?
Die internationale Finanzkrise nimmt dramatische Ausma&#223;e an. Mit der Insolvenz von Lehman Brothers und der &#8220;Rettung&#8221; von Merrill Lynch durch die Bank of America wird das Bankensystem auf eine &#228;u&#223;erst ernsthafte Bew&#228;hrungsprobe gestellt, weitere Hiobsbotschaften in Zukunft nicht ausgeschlossen.
Der internationale Markt f&#252;r hochwertige Weine zeigt sich bislang davon absolut unbeeindruckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kann sich der Weinmarkt weiterhin behaupten?</strong></p>
<p>Die internationale Finanzkrise nimmt dramatische Ausma&#223;e an. Mit der Insolvenz von Lehman Brothers und der &#8220;Rettung&#8221; von Merrill Lynch durch die Bank of America wird das Bankensystem auf eine &#228;u&#223;erst ernsthafte Bew&#228;hrungsprobe gestellt, weitere Hiobsbotschaften in Zukunft nicht ausgeschlossen.</p>
<p>Der internationale Markt f&#252;r hochwertige Weine zeigt sich bislang davon absolut unbeeindruckt und unterstreicht damit seine geringe Korrelation mit den Finanzm&#228;rkten nachhaltig. Die Frage ist nun, ob diese Situation nun anh&#228;lt oder ob es auch am Weinmarkt zu gr&#246;&#223;eren Korrekturen kommt (&#228;hnlich wie damals im Soge der Asienkrise). Die Ergebnisse der n&#228;chsten gro&#223;en internationalen Weinauktionen werden vielleicht eine erste Richtung aufweisen. Letztlich kann der Markt f&#252;r hochwertige Weine sich immer noch einer sehr starken Nachfrage erfreuen. Sollte sich der Weinmarkt nun weiterhin auch in diesen st&#252;rmischen Zeiten behaupten, werden sicherlich noch weitere Anleger die Anlageklasse Wein f&#252;r sich entdecken und sch&#228;tzen lernen.</p>
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		<title>Marketwatch</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 14:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Weinbörse]]></category>
		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Schaut man sich die momentane Preisentwicklung bei diversen Weinen an der Liv- Ex an, so sieht man,  dass die Preise zum Teil erheblich unter Druck geraten. Anscheinend wirkt sich die Subprime-Krise nun auch auf dem Weinmarkt aus. Pers&#246;nlich k&#246;nnte ich mir vorstellen, dass die gr&#246;&#223;eren Weinfonds zum letzten Quartalsende einige Abfl&#252;sse zu verzeichnen hatten. K&#252;ndigungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schaut man sich die momentane Preisentwicklung bei diversen Weinen an der Liv- Ex an, so sieht man,  dass die Preise zum Teil erheblich unter Druck geraten. Anscheinend wirkt sich die Subprime-Krise nun auch auf dem Weinmarkt aus. Pers&#246;nlich k&#246;nnte ich mir vorstellen, dass die gr&#246;&#223;eren Weinfonds zum letzten Quartalsende einige Abfl&#252;sse zu verzeichnen hatten. K&#252;ndigungen sind meistens nur zum Quartalsende m&#246;glich, also Ende September. Die Auszahlungen erfolgen dann bis zu einem vorher festgelegten Zeitrahmen. Um diesen Folge leisten zu k&#246;nnen, werden dann sukzessive Best&#228;nde aktiv abgebaut. &#8220;Aktiv&#8221; bedeutet in diesem Fall, dass die Geldseiten bedient werden, was dann bei einem entsprechend gro&#223;en Spread auch mal zu einem ordentlichen Minus bei den einzelnen Weinen f&#252;hren kann.</p>
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