Preise unter Druck
Die Finanzkrise wirkt sich nun auch auf den Markt für hochwertige Weine aus. An der Liv-Ex geraten die Preise von hochwertigen Bordeaux-Weinen zunehmend unter Druck. Eine Entwicklung, die auch noch eine gewisse Zeit andauern könnte. Das vorhandene Angebot findet derzeit keine Käufer oder nur auf bedeutend niedrigeren Niveau. Die Orderbücher auf der Kaufseite dünnen aus, während sich die Verkaufsseite zunehmend füllt. Trotzdem kann man sicherlich noch keine Panik bei den Marktteilnehmern feststellen. Man merkt derzeit auf jeden Fall, dass die Liquidität ein Problem darstellt, was man beim Weininvestment berücksichtigen sollte. Aber die Krise bietet auch die Chance, dass sich die Preise von extrem teuren Jahrgängen (z.B. 2005) oder einzelnen Weinen (z.B. Lafite) “normalisieren” und man das eine oder andere “Schnäppchen” findet.
Ernüchterung könnte bei einigen Anlegern eintreten, die in internationale Weinfonds investiert haben. Üblich ist, dass Anleger ihre Beteiligung “kündigen” können und ihren Anteil nach drei- bis sechs Monaten ausbezahlt bekommen. In dieser Zeit können ehemalige (stattliche) Buchgewinne sehr schnell zusammenschmelzen, insbesondere wenn diese Situation bei mehreren Fonds eintritt und damit der Abgabedruck noch verstärkt wird.








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