Performance von Weinfonds in 2008

Das Jahr 2008 war u.a. geprägt durch die zum Teil dramatischen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der Markt für hochwertige Weine konnte sich diesem Sog nicht entziehen, was sich auch in einem Verlust des Liv-ex 100 in Höhe von 14.6 Prozent widerspiegelt.
Interessant ist es, wenn man in diesem Zusammenhang mal einen Blick auf die Performance von diversen internationalen Weinfonds wirft. Der vom verwalteten Volumen größte Weinfonds “The Vintage Wine Fund” mußte einen Rückgang von 33,37 Prozent verzeichnen, “The Fine Wine Fund” schloss das Jahr mit einem Minus von 17 Prozent ab, der “Vinum Fine Wine Fund” mit einem leichten Minus von 3,91 Prozent während “Vinum, Nobles Crus” das Jahr mit einem PLUS von fast 20 Prozent abschloss.

Die Unterschiede sind beachtlich und es ist an dieser Stelle jedem selbst überlassen, was er davon hält……

Projekt Update

Die Seite WEINVESTMENT ist nun drei Tage online und man kann und sollte sicherlich noch kein erstes Fazit ziehen. Die Resonanz war jedoch sehr erfreulich und ich hoffe, dass sich dies in der Zukunft fortsetzen wird. Dabei verstehe ich das Konzept von Weinvestment in keiner Weise als Konkurrenz zum bestehenden Weinhandel, sondern als Ergänzung, bei der sich in meinen Augen Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben. Bis Ende Februar werden nun noch einige Feinjustierungen vorgenommen und Grundlagen geschaffen, dann soll der Handel auf WEINVESTMENT angekurbelt werden.
Verbesserungsvorschläge werden natürlich auch gerne berücksichtigt……..

Seite “WEINVESTMENT” online

Es ist vollbracht. Nachdem einige kleine Problemchen noch behoben werden mußten, ist die Blogerweiterung nun unter www.weinvestment.de online. Derzeit findet man diverse Ankaufkurse für hochwertige Weine aus dem Liv-ex 100. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert, weitere Schritte sind in Planung. Für Fragen oder Anregungen stehe ich gerne und jederzeit unter t.jodaitis(at)weinvestment.de zur Verfügung.

Blogerweiterung

Die Formalitäten sind soweit erledigt, die Seite wird am Wochenende mit den letzten Inhalten ”gefüttert” und entweder heute oder morgen Abend geht es online. Worum geht es? Der Schwerpunkt liegt auf dem Handel mit Weinen, die im Liv-ex 100 vertreten sind.  Für diese werden An- und Verkaufkurse ermittelt, die dann online abrufbar sind, der eigentliche Handel findet telefonisch während festgelegten Zeiten statt. Bei der Preisgestaltung werden diverse Parameter  und die Anzahl der Flaschen, die angekauft oder verkauft werden sollen, berücksichtigt. Dabei finden regelmäßig Preisanpassungen statt- grundsätzlich nach jeder Transaktion. Weitere Serviceleistungen werden das Angebot – was sich insbesondere an Privatpersonen richtet- abrunden. Das Projekt wird zunächst nebenberuflich betrieben, wobei weitere Optionen (Partner, Teilhaber, etc.) denkbar sind. Ein Konzept für die ersten drei Jahre ist erstellt. Ich freue mich auf den Start und mir ist bewußt, dass es nicht einfach sein wird. Gleichzeitig glaube ich, dass der Konzeptansatz eine trag- und ausbaufähige Basis darstellt, für Sammler als auch für “Investoren” von Interesse ist und eine Lücke im bestehenden Angebot schließt. Über die Entwicklung werde ich regelmäßig im Blog berichten.

Änderung des en-primeur Systems gefordert

Jean-Guillaume Prats, Managing Director von Château Cos d´Estournel, fordert eine Änderung des bestehenden en-primeur Systems. Vor dem Hintergrund der bestehenden Wirschaftslage sollten die Châteaux ihre Release-Preise für den 2008´er Jahrgang erst im Herbst bekanntgeben. Das en-primeur-Tasting könnte seiner Meinung nach dagegen wie gewohnt im Frühjahr stattfinden. Um eine Änderung herbeizuführen, wären insbesondere die First Growths gefragt. Weitere Informationen findet man hier.

Liv-ex 100 mit kleinem Plus

Der Liv-ex 100 beendete den Monat Januar mit einem Plus von 1.2%, was einem Punktestand von 207.42 Punkten entspricht. Weitere Einzelheiten in Kürze hier im Blog.

Weindepot Teil 1

So, ich werde das Projekt Weindepot mit zwei Weinen eröffnen:

Kauf am 01.02.09: Lafite 1996, 100 Parker Punkte, 6100 GBP + 122 GBP Gebühr= 6222 GBP (umgerechnet 7068,4 Euro).  Für den Fall, dass die Preise erneut unter Druck geraten, werde ich ein (fiktives) Limit von 5000 GBP in den Markt legen.

Kauf am 01.02.09: Latour 1996, 99 Parker Punkte, 4850 GBP + 97 GBP Gebühr= 4947 GBP (umgerechnet 5619,96 Euro).

Dies bedeutet, dass somit noch insgesamt 87311,64 Euro zur Verfügung stehen.

Grundlagen Weindepot

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, möchte ich ab sofort ein virtuelles Weindepot im Gegenwert von 100.000 Euro ins Leben rufen. Die Grundlagen möchte ich zu Beginn nochmal festhalten: Das Depot richte ich an der Weinbörse Liv-ex ein, deren Preise somit auch für die Bewertung massgeblich sind.  Der Anlagehorizont beträgt 5 Jahre und die Anlagesumme muss nicht sofort komplett investiert werden. Eine Verzinsung des nicht angelegten Kapitals erfolgt (virtuell) nicht.Die erste Position in jedem Wein wird aktiv gekauft, danach kann auch mit virtuellen Limiten gearbeitet werden, die bei der “Aufgabe” veröffentlicht werden. Dabei gilt ein Limit als bedient, wenn ein Kurs an der Liv-ex festgestellt wird, der genau dem Limit entspricht oder darunter liegt. Werden Positionen später verkauft, so kann dies entweder aktiv oder mit Limit geschehen. Letztere werden auch wieder bei “Aufgabe” im Blog veröffentlicht und eine Position gilt als verkauft, wenn ein Kurs an der Liv-ex festgestellt wird, der genau dem Limit entspricht oder darüber liegt. Die Gebühren für den An- oder Verkauf werden eingerechnet und es werden nur cases á 12×0.75 L erworben. Andere Formate werden nicht berücksichtigt. Alle Käufe/Verkäufe und Limitaufgaben werden taggleich veröffentlicht. Es sollen nur Weine gekauft werden, die mit mindestens 90 Parker Punkte bewertet wurden. Bei der Einstandsbewertung wird das gewichtete Durchschnittsprinzip angewendet. Lager- und Versicherungskosten werden mit jährlich 1.5 Prozent kalkuliert. An der Liv-ex wird in GBP gehandelt, somit muss auch der Wechselkurs GBP-EUR berücksichtigt werden.

Bewertung der Positionen

Für die Bewertung der einzelnen Positionen werde ich nicht das Mid-Price Prinzip (Mitte zwischen An- und Verkaufkurs) anwenden, sondern die Mitte zwischen aktuellen Kaufkurs und MId-Price nehmen, was natürlich zu einer schlechteren “Buchperformance” führen wird, aber dem Risikoaspekt besser Rechnung trägt.  Sollte ein Mid-Price aufgrund eines fehlenden Kaufkurses nicht festzustellen sein,  so wird der letzte Transaktionspreis herangezogen.  Sollte der beste- von der Liv-ex ermittelte – List Price niedriger und aktueller sein, so wird dieser genommen.  Letzterer wird auch genommen, wenn es zur Bewertung nur einen Kaufkurs an der Liv-ex gibt, dieser aber höher als der beste List-Price ist. Liest sich im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, ich werde aber versuchen, es im weiteren Verlauf so nachvollziehbar wie möglich darzustellen.

Verkostungsnotizen Haut-Brion

Über den Mikro-Blogging-Dienst “Twitter” hat heute Château Haut-Brion auf seine Verkostungsnotizen aufmerksam gemacht. Zum einen ist es interessant zu sehen, wie der Dienst “Twitter” immer mehr genutzt wird, zum anderen ist es eine informative und nützliche Seite. Zu jedem Jahrgang sind zunächst einige Wetter- und Temperaturdaten zusammengestellt, dann findet man die Verkostungsnotizen und ein empfohlenes Zeitfenster.

Château Classic mit Rückgang im Asiengeschäft

Der Ad-hoc Mitteilung zum Jahresergebnis der Hawesko AG kann man entnehmen, dass insbesondere die französische Tochtergesellschaft Château Classic die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren bekommt. In erster Linie hat sich dies bislang in einer schwächeren Nachfrage nach hochwertigen Bordeaux-Weinen aus Asien niedergeschlagen.