31.01.09, von weinvestor,Keine Kommentare
Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, möchte ich ab sofort ein virtuelles Weindepot im Gegenwert von 100.000 Euro ins Leben rufen. Die Grundlagen möchte ich zu Beginn nochmal festhalten: Das Depot richte ich an der Weinbörse Liv-ex ein, deren Preise somit auch für die Bewertung massgeblich sind. Der Anlagehorizont beträgt 5 Jahre und die Anlagesumme muss nicht sofort komplett investiert werden. Eine Verzinsung des nicht angelegten Kapitals erfolgt (virtuell) nicht.Die erste Position in jedem Wein wird aktiv gekauft, danach kann auch mit virtuellen Limiten gearbeitet werden, die bei der “Aufgabe” veröffentlicht werden. Dabei gilt ein Limit als bedient, wenn ein Kurs an der Liv-ex festgestellt wird, der genau dem Limit entspricht oder darunter liegt. Werden Positionen später verkauft, so kann dies entweder aktiv oder mit Limit geschehen. Letztere werden auch wieder bei “Aufgabe” im Blog veröffentlicht und eine Position gilt als verkauft, wenn ein Kurs an der Liv-ex festgestellt wird, der genau dem Limit entspricht oder darüber liegt. Die Gebühren für den An- oder Verkauf werden eingerechnet und es werden nur cases á 12×0.75 L erworben. Andere Formate werden nicht berücksichtigt. Alle Käufe/Verkäufe und Limitaufgaben werden taggleich veröffentlicht. Es sollen nur Weine gekauft werden, die mit mindestens 90 Parker Punkte bewertet wurden. Bei der Einstandsbewertung wird das gewichtete Durchschnittsprinzip angewendet. Lager- und Versicherungskosten werden mit jährlich 1.5 Prozent kalkuliert. An der Liv-ex wird in GBP gehandelt, somit muss auch der Wechselkurs GBP-EUR berücksichtigt werden.
Bewertung der Positionen
Für die Bewertung der einzelnen Positionen werde ich nicht das Mid-Price Prinzip (Mitte zwischen An- und Verkaufkurs) anwenden, sondern die Mitte zwischen aktuellen Kaufkurs und MId-Price nehmen, was natürlich zu einer schlechteren “Buchperformance” führen wird, aber dem Risikoaspekt besser Rechnung trägt. Sollte ein Mid-Price aufgrund eines fehlenden Kaufkurses nicht festzustellen sein, so wird der letzte Transaktionspreis herangezogen. Sollte der beste- von der Liv-ex ermittelte – List Price niedriger und aktueller sein, so wird dieser genommen. Letzterer wird auch genommen, wenn es zur Bewertung nur einen Kaufkurs an der Liv-ex gibt, dieser aber höher als der beste List-Price ist. Liest sich im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, ich werde aber versuchen, es im weiteren Verlauf so nachvollziehbar wie möglich darzustellen.