“Schockwellen” beim Bordeaux-Pricing gefordert

Philippe Tapie, Managing Director von HMS Bordeaux, hat eine Vorverlegung des 2008´er Bordeaux-Pricing gefordert. Dieses sollte seiner Meinung nach direkt nach dem offiziellen Primeur Tasting Anfang April stattfinden, was zur Folge hätte, dass die Preisfindung dem Einfluß der Punktevergabe durch Weinkritiker entzogen würde. Ausgehen sollte diese Art des Pricings von den Top-Châteaux, um eine “Schockwelle” zu entsenden.

Weitere Informationen findet man im Decanter.

Liv-ex 100 beendet Februar mit kleinen Plus

Der Liv-ex 100 beendete den Monat Februar mit einem kleinen Plus von 1.3 Prozent, was einem Punktestand von 210.16 entspricht.

Parker zum Bordeaux 2006

Im Blog der Liv-ex findet man heute Einzelheiten zum 2006´er In-bottle-Report von Robert Parker. Keiner der potentiellen 100 Punkte Weine hat diese erreicht. Mit 98+ kommt der Top-Wein des Jahrgangs vom Chateau Mouton Rothschild. Die größte Überraschung stellt Lafite Rothschild mit finalen 97 Punkten dar, nachdem die Range vorher 91-94+ Punkte betrug. Auch Haut Brion (96RP) und Ausone (98) wurden von Parker “upgegradet”.

Plattform WEINVESTMENT

So, es ist an der Zeit, die Plattform von WEINVESTMENT e.K. etwas genauer zu beschreiben:

Handel
Im Mittelpunkt steht der Handel mit Weinen aus dem Liv-ex 100. Dieses Angebot an Weinen wird aber in absehbarer Zeit erweitert. Über die Plattform von WEINVESTMENT e.K. werden An- und Verkaufskurse gestellt. Die Ankaufskurse werden dabei nach einem festgelegten Prinzip aus diversen Preisquellen ermittelt, insbesondere von Auktionen (inkl. Steuer und Buyers Premium) und der Liv-ex. Zudem fließen individuelle Faktoren (z.B. bereits bestehende Positionsgrößen) in die Berechnung ein. Bei den An- und Verkaufskursen wird die Anzahl der Flaschen berücksichtigt. Somit variieren die Preise, je nachdem ob ein Kunde ein, zwei oder mehr Flaschen kaufen/ verkaufen möchte. Die An- und Verkaufskurse werden dabei nach erfolgreich durchgeführten Transaktionen- oder wenn sich der ermittelte Marktpreis signifikant ändert- angepaßt. Am Handel, der ausschließlich telefonisch erfolgt, kann nur teilnehmen, wer sich zuvor erfolgreich angemeldet hat.

Der Handel erfolgt nach genau definierten Handelsregeln. Jeder Kauf/Verkauf wird über WEINVESTMENT e.K. abgewickelt. Es werden nur einwandfreie Flaschen mit Herkunftsnachweis akzeptiert.

Premium-Kunden
Premium-Kunden können zudem Limite für den An-und Verkauf über WEINVESTMENT e.K. einstellen lassen, solange diesen in einem definierten Zielkorridor liegen. Für diesen Service wird eine Provision erhoben, die jedoch bereits in die Limite eingerechnet wird. Zudem können Premium-Kunden weitere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die man hier nachlesen kann.
Den Premium-Status erhält jeder Kunde nach 3 erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen (An-/Verkauf). Zudem besteht die Möglichkeit, diesen Status von WEINVESTMENT e.K. verliehen zu bekommen, wobei sich diese Alternative in erster Linie an Händler oder Kunden mit einer größeren Weinsammlung richtet. Diese Gruppe wird demnächst noch um Weinblogger ergänzt. Die Anzahl dieser Mitgliedschaften ist limitiert und grundsätzlich immer zunächst auf ein Jahr begrenzt.

Individuelle Wünsche
Um individuelle Weinwünsche optimal berücksichtigen zu können, ist es Kunden möglich, bestimmte Weine und entsprechende Preisvorstellungen in eine Datenbank eingeben zu lassen, um dann informiert zu werden, wenn bestimmte Preislevels erreicht werden.

So, das als erste kurze Erläuterung. Einzelne Punkte werden nach und nach noch detaillierter im Blog dargestellt.

Primeurkampagne 2008

Unter dem Twitteraccount “Primeur08” wird der Journalist Mario Scheuermann die diesjährige Primeurkampagne mit “tweets” mobil begleiten.

WEINVESTMENT liefert Content

In Kürze wird WEINVESTMENT e.K. auch als Contentlieferant zum Thema Weininvestment aktiv. Teile des Inhalts werden auch in einem Portal zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen werden bekanntgegeben, sobald die Einbindung erfolgt ist.

Liv-ex Claret Chip Index

Der Liv-ex Claret Chip Index verzeichnete in der letzten Handelswoche ein marginales Plus von 0.1 Prozent. (Stand Freitag, 20.02.2009)

Weinfonds und deren Performance

Performance mit negativen Beigeschmack
Die Liv-ex hat in ihrem Monatsbericht diverse Weinfonds mit ihrer Performance für das Jahr 2008 aufgelistet. Wie auch schon hier im Blog thematisiert, gibt es dabei gravierende Unterschiede. Die Ergebnisse reichen von -42% bis +20% (ohne Berücksichtigung von Währungseffekten). Da viele Fonds oftmals den Anlage-schwerpunkt “Bordeaux” (Ausnahme Nobles Crus mit 59% Burgund) haben, fragt man sich, woher solche Performanceunterschiede resultieren können. Ein elementarer und eigentlich nicht akzeptabler Grund ist die Art und Weise, wie die einzelnen Positionen bewertet werden. Einige Fonds nehmen das Liv-ex System als Grundlage, andere Fonds ziehen Auktions- und Händlerpreise heran, was aus meiner Sicht völlig inakzeptabel ist. Was für Auktionspreise dienen als Maßstab? Von den Auktionen in London oder doch lieber in Singapur oder Hongkong? Mit Buyers Premium oder ohne? Gerne auch Durchschnittspreise des gesamten Jahres, wenn diese besser geeignet (sprich höher)sind. Oder doch lieber offizielle Verkaufspreise des Weinhandels, da gibt es große Bandbreiten und damit Spielraum. Und dann hat man vielleicht noch Bestände direkt ex Château, die beim Verkauf angeblich mindestens 50% (?!?!?!) mehr einbringen, also bewertet man sie direkt auch entsprechend höher. Oder ich überlasse die Bewertung einigen in Bordeaux ansässigen Negociants- Nachtigall, ick hör dir trapsen. Auch wenn hier im Blog bereits diverse Male Kritik am Bewertungs-system der Liv-ex geäußert wurde, es ist zumindest der Ansatz zu mehr Transparenz, der in Zukunft noch weiter ausgebaut werden muss.

Forderung nach einheitlichen Standard
Man sollte durch die zahlreichen Skandale in der Finanzszene gewarnt sein und sich darum bemühen, einheitliche Bewertungsmaßstäbe für alle Weinfonds anzusetzen. Dies würde im Interesse der gesamten professionellen Weininvestmentszene und der Anleger geschehen. Zudem sollte ein monatlicher Report inkl. Performanceausweis das Mindeste sein, was man als Anleger erwarten darf.

Hier sollten und müssen allgemein gültige Standards gesetzt werden, ansonsten wird es irgendwann ein böses Erwachen geben. Und das gilt es zu vermeiden!

Liv-ex Monatsreport Januar 2009

Zu Jahresbeginn konnte der Liv-ex 100 ein leichtes Plus in Höhe von 1.2 Prozent auf 209.42 Punkte verzeichnen. Insbesondere Non-UK Buyer nutzen dabei die Schwäche des GBP, wobei grundsätzlich kein Schwerpunkt bei den Jahrgängen festzustellen war. Spürbar war hingegen das wieder etwas gestiegene Interesse für die ersten Gewächse.

Auffällig im Januar war der geringe Anteil (82%) der Bordeaux-Weine am Gesamthandelsvolumen. Dafür konnte sich das Burgund (9.5%) und Rhone (5.3%) Segment unnatürlich hoher Aufmerksamkeit erfreuen.

Liv-ex Claret Chip Index

Der neu ins Leben gerufene Liv-ex Claret Chip Index konnte in der letzen Handelswoche (Stichtag 13.02) ein kleines Plus von 0.7 Prozent verzeichnen. Für den Monat Februar steht somit insgesamt ein Plus von 2 Prozent zu Buche.