06.04.09, von weinvestor,Keine Kommentare
Die Kritiker haben ihre erste Einschätzung zum Bordeaux-Jahrgang 2008 abgegeben, nun wartet man gespannt darauf, wie denn nun die Preisgestaltung der Châteaux letztendlich ausfallen wird. Erste Preise werden bereits in der Woche nach Ostern erwartet.
Viele Kritiker zeigen sich derzeit von der Qualität positiv überrascht, wobei die Erwartungen allerdings im Vorfeld auch nicht sonderlich hoch waren. Vielleicht erklärt dies die teilweise recht hohe Punktevergabe einiger Experten. Manch einer läßt sich dabei unter Umständen aber auch einfach in die Marketingmaschine einspannen, ob bewußt oder unbewußt, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass viele Händler auf den zu teueren Jahrgängen 2006 und 2007 sitzen und darauf angewiesen sind, dass sich der aktuelle Jahrgang verkauft. Sollten die Premiers mit den erwarteten Preisabschlägen für 2008 auf den Markt kommen, werden die vergangenen zwei Jahrgänge trotzdem bis auf weiteres wie Blei in den Regalen liegen bleiben. Zudem besteht die Gefahr, dass sich das Interesse der Käufer beim 2008´er Jahrgang dann extrem auf die Spitze der Premiers und der Super Seconds konzentriert, wenn diese seit längerer Zeit mal wieder im Hinblick auf das Preis-/ Leistungsverhältnis attraktiv erscheinen.
Sollte es hingegen nur einen moderaten Preisabschlag geben, wird dies einen Aufschrei in der Wein-/Händlerszene geben und vielleicht zu einem breiten Kaufboykott führen. Egal wie man es dreht und wendet, dieser Jahrgang ist und bleibt eine Gradwanderung- in jeder Hinsicht.
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