Liv-ex 100- neues Jahr, altes Spiel…..

Im ersten Monat des neuen Jahres konnte der Liv-ex 100 seinen Aufwärtstrend unter hohen Handelsvolumen weiter ausbauen. Der Liv-ex 100 beendete den Januar mit einem Plus von 2.9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, der Liv-ex 50 konnte sogar um 4.4 Prozent zulegen. Unter den Monatsgewinnern waren diesmal insbesondere Weine aus den Jahrgängen 1995 und 1996 zu finden. Auf der Suche nach “unterbewerteten Weinen” wurden Händler u.a. bei Mouton Rothschild (1995+1996) und Haut Brion (1995) fündig. Interessant ist zudem, dass die Weine von Haut Brion in den letzten sechs Monaten insgesamt den stärksten prozentualen Preisanstieg zu verzeichnen hatten (Durchschnitt 27.7 Prozent).

Stichwörter:

Weinanalyse Mouton Rothschild 2005

Das Château:
Geschichte:
Der Name Mouton Rothschild strahlt auf viele eine fast mystische Wirkung aus und ist den Weinfreunden in der ganzen Welt ein Begriff. In den erlauchten Kreis der Premier Crus Classés wurde Mouton jedoch erst 1973 aufgenommen, nachdem das Château in der Klassifikation von 1855 ursprünglich in die Kategorie der Deuxième Crus Classés eingestuft wurde. Diese Hochstufung war insbesondere den Bemühungen und dem Bestreben von Philippe de Rothschild zu verdanken, dessen Lebenswerk damit gekrönt wurde, nachdem er die Leitung des Château am 22.Oktober 1922 im jungen Alter von 20 Jahren übernahm. Zurückverfolgen kann man die Geschichte des Weingutes bis in das frühe 14. Jahrhundert. Im Jahr 1853 erfolgte der Verkauf an den Bankier Nathaniel de Rothschild. Der Wechsel in englischen Besitz könnte u.a. ein Grund dafür gewesen sein, dass Mouton in der Klassifikation von 1855 als Deuxiéme Crus Classés eingestuft wurde. Seit dem Tod von Philippe de Rothschild im Jahre 1988 obliegt die Leitung des Weingutes seiner Tochter Baronin Philippine de Rothschild.

Lage:
Das Château befindet sich im Norden der Gemeinde Pauillac bei Bordeaux.

Fläche, Anbau:
Das Château umfasst 82 ha Rebfläche und bietet aufgrund seiner geologischen Begebenheiten ideale Bedingungen für den Weinanbau. Die Bestockung ist dabei wie folgt verteilt: 77% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, 9% Cabernet Franc, 2% Petit Verdot. Die jährliche Produktion des Erstweines beträgt ca. 300.000 Flaschen. Hierfür werden nur die besten Trauben eines Jahrgangs verwendet, welche vorab von Hand gelesen werden.

Zweitwein:
„Le Petit Mouton“

Besonderheit:
Jedes Jahr wird das Etikett von einem wechselnden, namhaften Künstler gestaltet. Im Jahr 2005 wurde das Etikett von dem italienischen Künstler Giuseppe Penone entworfen.

Der Jahrgang 2005:
Bereits kurz nach der Lese sprach man in Bordeaux von dem besten Wein seit ca. 50 Jahren, der führende Weinkritiker Robert Parker zeigte sich begeistert und die Nachfrage nach den Weinen war international entsprechend groß. Der Sommer war warm- aber nicht übermäßig heiß- und trocken. Auch die Weinlese wurde nicht durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt. Die Trockenheit führte zu einer hohen Tanninhaltigkeit der Beeren, wodurch sich die Weine in der Zukunft ausgesprochen lange lagern lassen. Neben dem hohen Tanningehalt zeigen sich die Weine des Jahrgangs insgesamt reich an Substanz und Geschmack sowie einer guten Säure.

Mouton Rothschild, Jahrgang 2005:


Parker -Punkte: 96

Der 2005´er Mouton Rothschild besteht zu 85% aus Cabernet Sauvignon, zu 14% aus Merlot und zu einem Prozent aus Cabernet Franc. Robert Parker zeigte sich von der Qualität des Weines beeindruckt, sieht den Wein jedoch nicht auf einer Stufe mit den legendären Jahrgängen 1982 und 1986. Der Mouton 2005 ist ein Wein, der im Laufe der Jahre immer mehr an Qualität gewinnen wird und dabei eine lange Lagerfähigkeit (40+) aufweist. Zwischen den Jahren 2015 und 2020 wird der Wein das Stadium der Trinkreife erlangen.

Preisliche Entwicklung*/ Kurzeinschätzung:

Das Preisniveau bei Ebay-Auktionen betrug im Dezember 2010 zwischen 410 und 430 Euro. Die erste Auktion im Januar 2011 in diesem Wein endete bei 466 Euro. Im Jahr 2008 wurde der bisherige Höchstpreis mit 649 Euro erzielt. Anschließend erfolgte eine erhebliche Korrektur, wobei sich der Preisbereich zwischen 350 und 380 Euro als solide Unterstützung herausgestellt hat. Das aktuelle Preisniveau bietet somit auf mittelfristige Sicht ein durchaus vielversprechendes Chance-Risiko Verhältnis für die Zukunft.
Datum der letzen berücksichtigten Ebay-Auktion: 466 Euro (06.01.2011)


Aktuelle Preisentwicklung (Stand 30.01.2011):

Datum /Preis
04.12.2010 427
12.12.2010 414
06.01.2011 466

Homepage:

http://www.bpdr.com/

*Bei der Preisentwicklung wird auf Daten von Internetauktionen (ohne anfallende Gebühren) zurückgegriffen. Händlerpreise werden in der Regel von diesen abweichen. Weitere Erklärungen hierzu finden Sie auf unserer Internetseite unter http://www.weinvestment.de/blog .

Disclaimer: Die Analyse von WEINVESTMENT unterliegt dem Urheberrecht des Autors und darf ohne seine Zustimmung in keiner Weise vervielfältigt oder an anderer Stelle- auch nicht in Teilen- veröffentlicht werden. Die in der Analyse bereitgestellten Informationen und Einschätzungen stellen keine Form der verbindlichen Empfehlung oder Beratung dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für Investitionen, die aufgrund von Informationen oder Empfehlungen getätigt wurden. Die in der Analyse bereitgestellten Auswertungen stellen keine Empfehlung für Investitionen dar, sondern sollen nur als unterstützende Entscheidungshilfe dienen. Der Autor übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Einschätzung der Preisentwicklung von Weinen.

Stichwörter:

Wein lagern mit Stil – die WineBANK macht es möglich…

Neben vielen erstklassigen Weingütern findet man im Rheingau seit knapp über einem Jahr auch die wineBANK.  In einem mehr als 200 Jahre  alten Gewölbekeller eines Gutshofes in Hattenheim können Weinliebhaber ihre edlen Tropfen nun in einem standesgemäßen Umfeld lagern.  Neben den optimalen klimatischen Bedingungen überzeugt das Gesamtkonzept, welches Christian Ress vom Weingut Balthasar-Ress mit dem Projekt verfolgt und die stilvolle Art, wie er seine Idee realisiert hat.

Jeder, der davon träumt, einen Wein in seinem eigenen Weinkeller zu genießen, findet  mit der „wineBANK“  die optimale und repräsentative Lösung. Es besteht dabei die Möglichkeit, entweder ein eigenes Fach (insgesamt  226 abschließbare Einheiten) oder einen von insgesamt drei begehbaren Weinkellern zu mieten. Jeder Mieter erhält hierzu eine Chipkarte. Diese ermöglicht es, dass man als Mieter in keiner Weise an Öffnungszeiten gebunden ist und auch dem Weingenuss weit nach Mitternacht theoretisch und  praktisch nichts entgegensteht.  Wer möchte, kann sich  dazu noch von einem Cateringservice beliefern lassen- ein Anruf vom Handy genügt hierzu.

Positive Entwicklung

Christian Ress ist mit der Entwicklung des Projektes absolut zufrieden. Nach knapp einem Jahr liegt die Auslastung bereits bei 65 Prozent.  Unter den Mietern finden sich Studenten genauso wie diverse regional ansässige Unternehmen, die in der „wineBANK“  in entspannter Atmosphäre den Start zu einem Geschäftsessen genießen können. Die meisten Gäste sind  vom Ambiente begeistert und mancher Gast wurde nach dem Besuch anschließend zum Mieter,  was ab einem Betrag von 39 Euro pro Monat möglich ist.

Als Mieter bucht man ein Komplettpaket, was bis ins Detail durchdacht ist und  weit über eine „Stätte zur Weinlagerung“ hinausgeht. Die Lagerbedingungen  in dem historischen Gewölbekeller sind dazu von Natur aus optimal. Nur einzelne Spitzen bei der Temperatur und bei der Luftfeuchtigkeit werden technisch reguliert.

Für Mieter wird zudem einmal im Monat ein „wineBANKer´s table“ veranstaltet, bei dem jeweils Weine aus verschiedenen Ländern im Rahmen einer Weinprobe vorgestellt werden.  Eine weitere Veranstaltung ist das „AfterWorkBanking“, das ebenfalls einmal im Monat in der „wineBANK“ stattfindet. Diese richtet sich an Mieter und ihre bzw. geladene Gäste.

Christian Ress kann sich sehr gut vorstellen, dass sein Konzept auch in anderen Städten oder Regionen gut umsetzbar ist und erste Anfragen gab es bereits schon.  Weingenuss mit Stil- das Konzept der „wineBANK“ macht es möglich!

Stichwörter:

Preise bei Weinauktionen ziehen weiter an

Die ersten großen Weinauktionen bestätigen den Trend des Vorjahres auf breiter Front. Die Preise für hochwertigen Wein ziehen weiter an. Dies kann man den erzielten Preisen auf den Weinauktionen von Sotheby´s und Acker Merrall & Condit´s am letzten Wochenende in Hong Kong entnehmen. Bemerkenswert dabei war u.a. die Preisentwicklung auf beiden Auktionen für eine OWC Lafite Rothschild des Jahrganges 1982. Während diese bei der Sotheby´s Auktion noch zu einem Preis von 58.949 USD zugeschlagen wurde, erzielte eine identische OWC bei der Acker Merrall & Condit´s Auktion am gleichen Wochenende einen Preis von 75.076 USD und somit 16.127 USD mehr. Ein neues Preisniveau konnten Weine des Jahrganges 2000 erklimmen. Sowohl für Mouton Rothschild (27.923 USD), Chateau Palmer (4964 USD), als auch Chateau Angelus (5985 USD) wurde auf Auktionen weltweit zuvor kein höherer Preis gezahlt. Weitere Informationen hierzu findet man hier und hier.

Stichwörter:

Weinbestand bewerten

Oftmals stellt sich für Weinfreunde die Frage, wie sie ihren Weinbestand realistisch bewerten können. Für ein Pilotprojekt eines Bekannten suche ich aktuell drei Interessenten, die sich kostenlos den Wert ihres Weinbestandes ermitteln lassen möchten. Weitere Einzelheiten gibt es per email an t.jodaitis(at)gmx.de .

Stichwörter:

Offenkundige Probleme beim Weinhändler 1855.com

Die Probleme beim Weinhändler 1855.com weiten sich aus und werden zunehmend öffentlich. In einigen Weinforen kann man schon seit längerer Teit verfolgen, dass Kunden zum Teil ewig auf ihre Primeur-Weine mußten, die sie bereits vor Jahren inklusive aller Nebenkosten bezahlt haben. Oftmals wurde von den Kunden der anwaltliche Weg beschritten, um ihren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen. Einem Artikel des Decanter ist zu entnehmen, dass sich nun auch die Beschwerden von Händlern in Bordeaux mehren, die auf fällige Zahlungen warten. Die Lage scheint sich nun also mehr als bedenklich zuzuspitzen.

Stichwörter:

Liv-ex 100 mit beeindruckender Jahresperformance

Der Liv-ex 100 beendete das Jahr 2010 mit einem Zuwachs von insgesamt 40,5 Prozent. Auch im Dezember konnte der führende Weinindex 2,2 % auf 336,28 Punkte zulegen.

Stichwörter:

Analysen zu Weinen

Im Laufe der Woche wird das Projekt “Weinanalysen” angegangen. Die erste Analyse beschäftigt sich mit dem 2000´er Lafite-Rothschild, die zweite mit dem 2005´er Mouton Rothschild. Die Analysen geben einen kurzen und informativen Überblick und beinhalten eine aktuelle preisliche Bewertung. In der Zukunft soll das Angebot an Analysen in regelmäßigen Abständen ausgebaut werden. Die Analysen werden nur als pdf- Datei per email versendet und werden nicht im Blog veröffentlicht. Wer Interesse daran hat, schreibt bitte eine kurze email an t.jodaitis@gmx.de .

Stichwörter:

Beeindruckende Performance

Mit einer Performance von knapp + 60% kann der Liv-ex 50 auf ein beeindruckendes Jahr zurückblicken. Zum Vergleich: eine Anlage in Gold hätte im Jahr 2010 eine Rendite von ca. 35% (in GPB per oz) erzielt. Insgesamt erfreut sich hochwertiger Wein einer zunehmenden internationalen Nachfrage- auch als Portfoliobeimischung. Für das kommende Jahr darf man gespannt sein, ob dieser extreme Aufwärtstrend beibehalten werden kann und welche Weine als nächstes in den Focus der Asiaten geraten. Die Betreiber der Liv-ex machen zumindest erste Zeichen aus, dass die Nachfrage nach Top-Burgund und Sauternes Weinen anzieht, was vielleicht als erster Indikator für einen neuen oder zusätzlichen Trend gewertet werden kann.

Im Jahr 2011 wird auch die Seite von Weinvestment grafisch neu aufgesetzt und inhaltlich um neue Rubriken erweitert. Spätestens bis Mitte März soll der Relaunch erfolgen.

Stichwörter:

Liv-ex im November

Die Entwicklung des Liv-ex 100 in diesem Jahr ist wirklich beeindruckend. Den Monat November beendete der Liv-ex 100 mit einem Plus von 4.3% bzw. 329 Punkten , seit Januar beträgt der Anstieg stolze 37,5%. Das hohe Handelsvolumen unterstreicht dabei die hohe Akzeptanz der Weinbörse bei den professionellen Weinhändlern.
Der Topmover im November war mit einem Wertzuwachs von sensationellen 85,7% der 2008´er Mouton Rothschild (Gründe sind hier zu finden). Wie üblich entfiel der Löwenanteil des Handels dabei auf die Bordeaux-Weine. Ungewöhnlich reger Handel fand im abgelaufenen Monat jedoch auch in italienischen Weinen statt, was zunächst einmal als Ausnahme zu werten sein sollte.

Lynch Bages konnte sowohl im November als auch im Gesamtjahr 2010 eine anziehende Nachfrage verzeichnen. Es wird spekuliert, ob das Chateau nun in den Focus des asiatischen Interesses geraten ist. Erster Indikator hierfür könnten die anziehenden Preise auf breiter Jahrgangsbasis seit Jahresanfang sein. Überhaupt kann aktuell kein nachlassendes Interesse des asiatischen “Durstes” nach hochwertigen Weinen verzeichnet werden. Diese könnte somit auch für das Jahr 2011 als Motor fungieren. Jedoch mehren sich nun auch vermehrt kritische Stimmen, die auf die Gefahr einer “Weinblase” hinweisen.

Stichwörter:

Seite 6 von 28   < 1... 4  5 6 7  8 ...28 >