Bordeaux schwächelt, Burgund gefragt

Top Bordeaux-Weine kämpfen aktuell mit einem Nachfragerückgang. Bei der letzten Auktion von Acker, Merrill and Condit’s in Hong Kong wurden einige Spitzengewächse aus Bordeaux zum Teil deutlich unter ihrer Taxierung versteigert. Das Interesse von asiatischen Sammlern scheint sich aktuell auf Burgund-Weine zu verlagern, so der CEO John Kapon von Acker, Merrill and Condit. Weitere Informationen hierzu findet man hier.

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Korrekturphase an Liv-ex hält an

Die Preise an der Weinbörse Liv-ex gaben auch im Oktober nach. Der Liv-ex 100 schloss im Vergleich zum Vormonat um 4,5% tiefer bzw. mit 308 Punkten. Der Handel war dabei von insgesamt rückläufigen Umsätzen, Druck auf die Preise des Bereiches der Premier Cru und weiterhin verstärkte Nachfrage nach Weinen aus der zweiten Reihe geprägt.

Der Jahrgang 2008 stand im Oktober im Mittelpunkt der Händler, bei den einzelnen Châteaux konnte Lynch Bages (2009 und 2005) großes Handelsvolumen verzeichnen. Im 2000´er Jahrgang fand die meiste Aktivität im Bereich der First Growths statt. Der 2003´er Yquem konnte sich dem allgemeinen Abwärtstrend komplett entziehen und um 11,38% höher als im September schließen. Damit setzte sich der Weißwein an die Spitze der wenigen Monatsgewinner.

Die Bewegung der letzten Monate war sicherlich aufgrund der zurückliegenden Kursgewinne und der wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht überraschend. Letztlich ist der Rückgang insbesondere durch Umschichtungen geprägt. Gewinne in den First Growth- den Schwergewichten der Weinindizes- wurden mitgenommen und die zweite Reihe verstärkt nachgefragt. Die aktuelle Frage ist, wie lange diese Korrekturphase nun noch anhalten wird.

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Nicht nur Weine aus Bordeaux erzielen hohe Preise

Durch Zufall bin auf folgenden, sehr interessanten Bericht von DW-TV gestoßen. In diesem geht es um das weltweit bekannte Weingut Scharzhof von Egon Müller.

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Wein im Focus: Lynch Bages

Das Château Lynch-Bages liegt in der Appellation Pauillac bei Bordeaux und umfasst ca. 90 Hektar. Im Jahre 1938 wurde es vom französischen Weinmacher Jean-Charles Cazes erworben, der im Jahre 1972 verstarb. Seitdem ist sein Enkel Jean-Michel Cazes für das Weingut verantwortlich.
Die Bestockung (Rotwein) besteht aus 73% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 10% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot. Eine kleine Fläche (4,5 Hektar) ist zudem mit weißen Rebsorten bepflanzt.

In der Klassifikation von 1855 ist Lynch-Bages als Cinquième Cru eingestuft, wobei sich die Weinkenner allerdings einig sind, dass die Qualität der Weine von Lynch-Bages eigentlich eine Einstufung zur Klasse der Deuxième Crus rechtfertigen würde.
Von einem Geheimtipp kann daher sicherlich nicht die Rede sein, was man auch am Preisniveau diverser Jahrgänge von Lynch-Bages ablesen kann.
Der führende internationale Weinkritiker Robert Parker gab zudem erst kürzlich ein Re-Scoring von diversen Lynch-Bages Jahrgängen bekannt. Die größten (Punkte)Überraschungen stellten dabei sicherlich die Jahrgänge 1989 (99+ von 95) und 2003 (95 von 89) da. Zudem wurden die Jahrgänge 2000 (97 von 95), 2005 (94+ von 91) und 2006 (94 von 92) punktemäßig von Parker hochgestuft.

Dies dürfte die Nachfrage nach den Weinen nach Lynch-Bages zunehmend beflügeln, die auch bereits seit 1989 nach Hong Kong exportiert werden. Von Asiaten wird der Wein oft mit einem berühmten und beliebten Opern-Sänger in Verbindung gebracht, was ein weiterer Grund für die Beliebtheit von Lynch-Bages auf dem asiatischen Markt sein dürfte.
(Autor Thorsten Jodaitis, http://www.weinvestment.de)

Disclaimer: Die Analyse von WEINVESTMENT unterliegt dem Urheberrecht des Autors und darf ohne seine Zustimmung in keiner Weise vervielfältigt oder an anderer Stelle- auch nicht in Teilen- veröffentlicht werden. Die in der Analyse bereitgestellten Informationen und Einschätzungen stellen keine Form der verbindlichen Empfehlung oder Beratung dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für Investitionen, die aufgrund von Informationen oder Empfehlungen getätigt wurden. Die in der Analyse bereitgestellten Auswertungen stellen keine Empfehlung für Investitionen dar, sondern sollen nur als unterstützende Entscheidungshilfe dienen. Der Autor übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Einschätzung der Preisentwicklung von Weinen.

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W1market online

Der Marktplatz von W1market ist nun in der Betaversion für alle Weinfreunde online. Einige Bugs wurden noch behoben, nun steht in erster Linie der Praxistest im Vordergrund. Ziel ist es, einen serviceorientierten Marktplatz für hochwertige Weine zu etablieren. Private Weinsammler, Weinfreunde sowie Händler können ihre Weine zum Verkauf anbieten oder auch gezielt über die Aufgabe eines Kaufgesuches nachfragen. Alle Angebote oder Gesuche stehen für maximal 60 Tage auf der Plattform. Die Aufgabe sowie die Änderung von Limits ist kostenlos. Eine Gebühr fällt nur an, wenn eine Transaktion über W1market vermittelt wurde. W1market legt dabei großes Augenmerk auf eine transparente und sichere Abwicklung. Daher erfolgt der Handel nicht anonymisiert über das Internet und die Aufgabe von Kaufgesuchen ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Ein Researchbereich mit Studien und Artikeln zum Thema “hochwertiger Wein” und “Weininvestment” befindet sich augenblicklich im Aufbau und rundet das Angebot ab.

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W1market offizielle Betaphase- Feedback geben, DVD gewinnen

Nach der ersten geschlossenen Phase wird nun die offizielle Betaphase des Weinmarktplatzes “W1market” eingeläutet. Das Konzept richtet sich dabei an alle Weinliebhaber, Weinsammler, Weinhändler und “Weininvestoren”, die dort ihre hochwertigen Weine zum Verkauf anbieten- oder mittels der Aufgabe eines Kaufgesuches auch gezielt suchen können. Ein Infobereich, der sich derzeit noch im Aufbau befindet, rundet das Angebot ab.

Feedback ist ausdrücklich gewünscht, wobei wir uns bereits bei allen aktiven Usern, die uns uns bislang ihre Meinung mitgeteilt haben, herzlich bedanken möchten. Unter allen Weinfreunden, die uns bis Sonntag, den 23.10.2011 ihre Kritik per email an t.jodaitis@weinvestment.de mitteilen, wird eine DVD von “Blood into Wine” verlost. Natürlich nehmen daran auch die User aus der geschlossenen Betaphase teil, welche uns ihre Meinung bereits geschrieben haben. Der Gewinner der DVD wird am Montag per email informiert. Mehrere Beiträge von einem User werden dabei nur einmal berücksichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

„Sideways“ war gestern, heute ist „Blood into Wine“


Es gibt nicht viele Gründe, warum in diesem Blog einmal nicht über die Liv-ex oder den „Fine Wine“ Markt berichtet wird. Diesmal gibt es einen – und zwar einen Film, den man sich als Weinfreund wirklich einmal anschauen sollte.

„Blood into Wine“ ist eine sehr unterhaltsame und gelungene Dokumentation über ein Weinprojekt in Arizona. In einer wüstenähnlichen, kargen Landschaft hat es sich Maynard James Keenan – seines Zeichen Frontmann von den Bands Tool/ A Perfect Circle/ Puscifer- zur Aufgabe gemacht, Wein anzubauen. Genauso wie er seine Leidenschaft als Musikkünstler betreibt, widmet er sich -sowohl alleine, als auch gemeinsam mit seinem Mentor Erich Glomski – dem Weinbau. Es ist faszinierend zu sehen, wie ihm seine gelebte Weinleidenschaft Tag für Tag dabei hilft, zum Teil sehr widrigen Umständen (Klima, Vegetation, Verwaltung, Schädlingen etc.) zu trotzen. Schließlich würde man auch eher ein Bordell im Vatikan erwarten als ein Weingut in den kargen Felsen von Arizona! Auch entspricht Maynard James Keenan in keiner Weise dem Bild des klassischen Rockstars, der vielleicht nur Winzer wird, damit der eigene hochprozentige Nachschub gesichert ist.

Sein Interesse am Wein ist tiefgründiger Natur und gleichzeitig hat Keenan einen unglaublich trockenen Humor, der die Dokumentation sehr kurzweilig macht. Es wird aber auch eine andere Seite von Keenan gezeigt, wenn er darüber berichtet, warum er einen Wein nach seiner Mutter (Judith) genannt hat – und dies nimmt man ihm zu 100 Prozent ab. Überhaupt hat man nicht das Gefühl, dass Keenan hier vielleicht nur vor der Kamera den „Winzer“ spielt, der für die Zeit der Aufnahme selbst Hand anlegt und sich danach in seine Villa auf Long Island zurückzieht. Genau wie in die Musik steckt Keenan aus einer inneren Motivation heraus viel Herzblut in die Weinproduktion. Dies ist auch ein Umstand, der dem bekannten Weinjournalist James Suckling- der ebenfalls in der Doku ins Bild und zu Wort kommt- imponiert.

Ein weiteres Highlight sind die Szenen mit den amerikanischen Komikern Tim Heidecker und Eric Wareheim, die man so sicherlich nicht in einer Dokumentation erwarten würde, die die Produktion aber perfekt abrunden.

Für Weinfreunde ist dieser Film in meinen Augen ein absoluter Pflichtkauf und das ideale Geschenk im Hinblick auf das schon wieder „heranrasende“ Weihnachtsfest. Der einzige- wirklich sehr kleine- Wermutstropfen ist dabei vielleicht, dass es den Film nur mit deutschem Untertitel gibt.
Die DVD ist ab dem 21.10.2011 im Handel erhältlich. Ab Montag wird zudem eine DVD hier im Blog verlost!!!!! Nähere Infos hierzu am Montag an dieser Stelle.

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Preise an der Liv-ex unter Druck

Die Unsicherheit bezüglich der weltweiten Konjunkturentwicklung hat nun auch den internationalen Weinmarkt erreicht. Insbesondere die Preise der Premiers Crus kamen an der Weinbörse Liv-ex unter Druck und die Käufer verharren in abwartender Haltung an der Seitenlinie. Dies führte im Monat September beim Liv-ex 100 zu einem Rückgang von 6,4% im Vergleich zum Vormonat. Das Minus beim Liv-ex Claret Chip Index fiel mit 8% sogar noch etwas höher aus.
Große Preisabschläge hatten dabei Weine aus den Jahrgängen 2008 (allen voran Mouton und Lafite Rothschild ) und 2006 zu verzeichnen. Die Nachfrage nach den Super Seconds blieb auch im September bestehen, wobei hier speziell Lynch Bages (1990, 2003) zu nennen ist.

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Einmal mehr 1855.com……

Die Probleme des Weinhändlers 1855.com wurden schon hier im Blog von einigen unzufriedenen Kunden thematisiert. International nimmt der Unmut kontinuierlich zu, was man alleine daran sehen kann, dass es im Forum “La Passion de Vin” über 2100 Kundenbeschwerden bezüglich der Lieferung von en primeur Bestellungen aus den vergangenen Jahren gibt. Mehr interessante Informationen findet man u.a. hier.

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Liv-ex 100 beschleunigt Talfahrt

Der Liv-ex 100 beendete auch den Monat September mit einem deutlichen Minus. Insgesamt betrug der Abschlag auf Monatsbasis 6,4%, was einem Punktestand von 323 entspricht. Seit Jahresbeginn büßte der Index damit -4,1% ein.

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