31.12.08, von weinvestor,Keine Kommentare
Das Jahr 2008 dauert nur noch wenige Stunden und genau wie der Bloggerkollege Mario Scheuermann möchte ich die Möglichkeit nutzen, einen Blick zurück und in das nächste Jahr zu werfen.
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Eine lange Zeit konnte sich der Markt für hochwertige Weine dem Einfluß der Kredit-/Finanzkrise entziehen und damit den Vorteil der Anlageklasse Wein- eine geringe Korrelation mit den Finanzmärkten- ausspielen. Aber spätestens ab dem Herbst 2008 erwischte die globale Weltwirtschaftskrise auch den Weinmarkt, was sich u.a. in der Entwicklung des Liv-ex 100 widerspiegelt. Der internationale Weinmarkt wurde in den Jahren zuvor durch eine weltweite Nachfrage in neue Höhen gepusht, bei der zahlungskräftigen Kundschaft spielte der Preis für einzelne Weine keine Rolle- entscheidend war der Statusgedanke. Der Hype um den Jahrhundertjahrgang 2005 und eine ständig zunehmende Zahl an Weinfonds sorgten letzlich für eine “Blase” am Weinmarkt, der nun die Luft entweicht. Aber eigentlich ist bislang nicht viel geschehen- eine Übertreibungsphase ist beendet, der Markt konsolidiert und die ersten Sammler, die vom hohen Preisniveau abgeschreckt waren, kommen langsam zurück in den Markt. Und selbst wenn man als Weinfreund nun einige zu teuer eingekaufte Flaschen jüngeren Jahrgangs im Keller liegen haben sollte- Lehman Zertifikate oder Infineon Aktien würden mir bedeutend mehr Kopfschmerzen bereiten. Die Zeitschiene spricht für die flüssige Geldanlage. Persönlich möchte ich aber auch immer wieder betonen, dass man das Weininvestment unter dem Aspekt “das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden” betreiben sollte. Daher sehe ich auch die zunehmende Anzahl an Weinfonds mit hohen Volumen skeptisch, da hier allein die Rendite im Vordergrund steht. Zudem sehe ich auf langfristige Sicht darin ein ernsthaftes Problem für den Weinmarkt entstehen, was aber an anderer Stelle diskutiert werden soll.
Ausblick
Was bringt das Jahr 2009? Die Gefahr von kurzfristig weiter fallenden Weinpreisen ist durchaus gegeben. Wobei das Wort “Gefahr” eigentlich fehl am Platze ist und besser durch “Chance” ersetzt werden sollte. Das Weininvestment ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und unter diesem Zeithorizont betrachtet bieten sich nun verlockende Chancen, wenn man sie erkennt und die Weine mit Bedacht auswählt. Eile beim Kauf ist dabei nicht gegeben, man kann davon ausgehen, dass die Preise wahrscheinlich erstmal stagnieren oder u.U. noch weiter nachgeben werden. Aber genau wie bei der Aktienanlage sollte man nicht versuchen, zu absoluten Tiefstkursen zu kaufen, da dies den wenigsten gelingt.
Man darf im neuen Jahr zudem darauf gespannt sein, wie sich die Primeur-Kampagne 2008 entwickeln wird. Wie schon in einem anderen Beitrag angerissen, könnte sich diese zu einem Tanz auf dem Drahtseil entwickeln- Ausgang ungewiss.
Schlußwort
Zum Schluss möchte ich meinen Lesern und Bloggerkollegen noch einen Guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. 2009 wird sicherlich kein leichtes Jahr- in jeder Hinsicht. Aber jede Krise bietet auch eine Chance und unter diesem Leitsatz steht auch die für Januar anstehende Blogerweiterung…….
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