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	<title>Wein Investment &#187; WeInvestment trifft&#8230;</title>
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	<description>Blog über das professionelle Weininvestment und Berichte über &#34;Fine Wine&#34;</description>
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		<title>Wein lagern mit Stil &#8211; die WineBANK macht es m&#246;glich…</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 10:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben vielen erstklassigen Weing&#252;tern findet man im Rheingau seit knapp &#252;ber einem Jahr auch die wineBANK.  In einem mehr als 200 Jahre  alten Gew&#246;lbekeller eines Gutshofes in Hattenheim k&#246;nnen Weinliebhaber ihre edlen Tropfen nun in einem standesgem&#228;&#223;en Umfeld lagern.  Neben den optimalen klimatischen Bedingungen &#252;berzeugt das Gesamtkonzept, welches Christian Ress vom Weingut Balthasar-Ress mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben vielen erstklassigen Weing&#252;tern findet man im Rheingau seit knapp &#252;ber einem Jahr auch die <a href="http://www.winebank.de/">wineBANK</a>.  In einem mehr als 200 Jahre  alten Gew&#246;lbekeller eines Gutshofes in Hattenheim k&#246;nnen Weinliebhaber ihre edlen Tropfen nun in einem standesgem&#228;&#223;en Umfeld lagern.  Neben den optimalen klimatischen Bedingungen &#252;berzeugt das Gesamtkonzept, welches Christian Ress vom Weingut Balthasar-Ress mit dem Projekt verfolgt und die stilvolle Art, wie er seine Idee realisiert hat.</p>
<p>Jeder, der davon tr&#228;umt, einen Wein in seinem eigenen Weinkeller zu genie&#223;en, findet  mit der „wineBANK“  die optimale und repr&#228;sentative L&#246;sung. Es besteht dabei die M&#246;glichkeit, entweder ein eigenes Fach (insgesamt  226 abschlie&#223;bare Einheiten) oder einen von insgesamt drei begehbaren Weinkellern zu mieten. Jeder Mieter erh&#228;lt hierzu eine Chipkarte. Diese erm&#246;glicht es, dass man als Mieter in keiner Weise an &#214;ffnungszeiten gebunden ist und auch dem Weingenuss weit nach Mitternacht theoretisch und  praktisch nichts entgegensteht.  Wer m&#246;chte, kann sich  dazu noch von einem Cateringservice beliefern lassen- ein Anruf vom Handy gen&#252;gt hierzu.</p>
<p><strong>Positive Entwicklung</strong></p>
<p><a href="http://www.weinvestment.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/cr.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-426" style="float: left; margin-right: 10px;" title="cr" src="http://www.weinvestment.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/cr-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Christian Ress ist mit der Entwicklung des Projektes absolut zufrieden. Nach knapp einem Jahr liegt die Auslastung bereits bei 65 Prozent.  Unter den Mietern finden sich Studenten genauso wie diverse regional ans&#228;ssige Unternehmen, die in der „wineBANK“  in entspannter Atmosph&#228;re den Start zu einem Gesch&#228;ftsessen genie&#223;en k&#246;nnen. Die meisten G&#228;ste sind  vom Ambiente begeistert und mancher Gast wurde nach dem Besuch anschlie&#223;end zum Mieter,  was ab einem Betrag von 39 Euro pro Monat m&#246;glich ist.</p>
<p>Als Mieter bucht man ein Komplettpaket, was bis ins Detail durchdacht ist und  weit &#252;ber eine „St&#228;tte zur Weinlagerung“ hinausgeht. Die Lagerbedingungen  in dem historischen Gew&#246;lbekeller sind dazu von Natur aus optimal. Nur einzelne Spitzen bei der Temperatur und bei der Luftfeuchtigkeit werden technisch reguliert.</p>
<p>F&#252;r Mieter wird zudem einmal im Monat ein „wineBANKer´s table“ veranstaltet, bei dem jeweils Weine aus verschiedenen L&#228;ndern im Rahmen einer Weinprobe vorgestellt werden.  Eine weitere Veranstaltung ist das „AfterWorkBanking“, das ebenfalls einmal im Monat in der „wineBANK“ stattfindet. Diese richtet sich an Mieter und ihre bzw. geladene G&#228;ste.</p>
<p>Christian Ress kann sich sehr gut vorstellen, dass sein Konzept auch in anderen St&#228;dten oder Regionen gut umsetzbar ist und erste Anfragen gab es bereits schon.  Weingenuss mit Stil- das Konzept der „wineBANK“ macht es m&#246;glich!</p>
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		<title>Interview mit Mario Scheuermann</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 10:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fine wine]]></category>
		<category><![CDATA[Fine Wine Markt]]></category>
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		<category><![CDATA[Weinmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Mario Scheuermann vom Planet Bordeaux habe ich ein Interview &#252;ber die derzeitige Lage am Fine-Wine Markt, die Aussichten f&#252;r die Zukunft und seine Einsch&#228;tzung zur anstehenen Primeur- Kampagne gef&#252;hrt. WEINVESTMENT: &#8220;Im Soge der weltweiten Wirtschaftskrise sind auch die Preise f&#252;r hochwertigen Wein unter Druck geraten. Wie sehen Sie die mittel- bis langfristigen Perspektiven f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Mario Scheuermann vom <a href="http://bordeaux.blogg.de/">Planet Bordeaux </a>habe ich ein Interview &#252;ber die derzeitige Lage am Fine-Wine Markt, die Aussichten f&#252;r die Zukunft und seine Einsch&#228;tzung zur anstehenen Primeur- Kampagne gef&#252;hrt. </p>
<p><strong>WEINVESTMENT: &#8220;Im Soge der weltweiten Wirtschaftskrise sind auch die Preise f&#252;r hochwertigen Wein unter Druck geraten. Wie sehen Sie die mittel- bis langfristigen Perspektiven f&#252;r den &#8220;Fine-Wine&#8221; Markt?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;Ich sch&#228;tze die mittel- und langfristige Perspektive f&#252;r den „Fine Wine“ Markt durchaus optimistisch und positiv ein. Einerseits bin ich schon der Meinung, dass nicht alle Weine zu ihren fr&#252;heren H&#246;chstst&#228;nden zur&#252;ckkehren werden; denn vieles war da auch ungerechtfertigt und &#252;bertrieben. Aber bei den erstklassigen Gew&#228;chsen aus sehr guten Jahren mache ich mir keine grossen Gedanken. Die werden ihre H&#246;chstst&#228;nde wieder erreichen und auch noch &#252;bertreffen. Daf&#252;r bedarf es aber eines gewissen Zeithorizonts von vielleicht f&#252;nf oder zehn Jahren. Wer heute Geld genug hat um sich z.B. mit 1982 Lafite oder 1961 Latour in Grossflaschen bzw. OHK eindecken zu k&#246;nnen, was sollte der falsch machen? Solche Weine sind heute eine anerkannte eigene Asset-Klasse wie Alte Meister, Gold oder Fabergé-Eier. Zum Unterschied zu allen anderen Wertanlagen, kann man sie notfalls aber auch mit Genuss trinken. F&#252;r mich w&#228;re dies das eigentliche Ziel. Es gibt eine alte Sammler-Regel: kaufe zwei OHKs. Wenn der Preis sich verdoppelt hat, verkaufe eine und trinke die andere mit der Zeit aus. Die ist dann n&#228;mlich for free. <img src='http://www.weinvestment.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> &#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: </strong><strong>Stichwort &#8220;&#220;bertreibung&#8221;: diese war sicherlich auch beim hoch gelobten Jahrhundertjahrgang 2005 zu verzeichnen. Die Preiskorrektur f&#252;r viele Weine dieses Jahrgangs fiel entsprechend deutlich aus, teilweise betrug diese 20- 30 Prozent von den H&#246;chstst&#228;nden. Wie sch&#228;tzen sie das Potential auf dem aktuellen Level ein bzw. wie w&#252;rden Sie das Chance/Risiko Verh&#228;ltnis auf l&#228;ngere Sicht einordnen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;Das ist eine viel komplexere Sachlage als normalerweise dargestellt und hat eine Vorgeschichte, die in die 1990er Jahre zur&#252;ckreicht. Damals kamen &#252;berseeische Icon-Weine z.B. aus Australien (Three Rivers) oder USA (Screaming Eagle, Maja u. a.) zu Releasepreisen auf den Markt, die h&#246;her lagen als die der Premier Crus in Bordeaux. Das konnten und wollten diese nach ihrem eigenen Selbstverst&#228;ndnis nicht akzeptieren also suchten sie eine M&#246;glichkeit so schnell wie m&#246;glich wieder die h&#246;chsten Preise zu erzielen, Nach dem System Bordeaux ist nur der Premier, der die h&#246;chsten Preise<br />
erzielt. Die erste Chance war der Jahrgang 2000. Allerdings funkte da der Millenium-Effekt dazwischen; denn dieser traf nat&#252;rlich alle hochwertigen, lagerf&#228;higen Weine egal woher sie kommen. 2005 war es dann soweit. Die Gleichung lautete: Jahrhundertjahrgang = Jahrhundertpreise. Und so kam es auch. Die h&#246;chsten Preise seit Napoleon III. Dass so viele andere versuchten nachzuziehen war eine &#220;bertreibung, die nicht von Dauer sein konnte und auch nicht sein wird, wenn man von einigen Sonderf&#228;llen (Super Seconds, Garagenweine vom rechten Ufer etc.) absieht. Wenn  jetzt die Preise korrigieren, wird das nur f&#252;r den Mittelbau  der Klassifikation von Dauer sein. Die Premiers werden den ersten grossen Jahrgang nutzen um wieder auf der Preisniveau von 2005 zu kommen. Was den Jahrgang 2005 betrifft, werden die Preise in dem f&#252;r diese Weine &#252;blichen Zeitraum sp&#228;testens ab 2013 &#8211; 2015 auf ein Niveau steigen das &#252;ber dem von 2006/2007 liegt. Daran wird auch die derzeitige Wirtschaftskrise nichts &#228;ndern zumal sie bis dahin &#252;berwunden sein wird. Insofern bietet ein Investment in diesen Jahrgang ein &#252;berschaubares Risiko. Im Augenblick w&#252;rde ich aber eher in erstklassige Jahrg&#228;nge wie 1982, 1961 und &#228;lter investieren.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Letztlich m&#252;ssen f&#252;r solche Preissteigerungen immer zwei Faktoren zusammen kommen: zum einen, die Anbieter, die diese Preise verlangen und zum anderen Kunden, die diese auch bezahlen. Auf der Kundenseite konnte man insbesondere in den letzten Jahren verst&#228;rkt Nachfrage aus L&#228;ndern wie Russland, Indien und dem gesamten asiatischen Raum verzeichnen. Sehen Sie auch f&#252;r die Zukunft eine verst&#228;rkte Verlagerung der Nachfrage in diese L&#228;nder? Verliert Europa in diesem Bereich u.U. an Bedeutung?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Ich bef&#252;rchte ja. Die europ&#228;ischen Konsumenten werden zunehmend an Bedeutung und Einfluss verlieren. Das ist ein viele Branche durchdringender Mega-Trend Die drinking habits, die weltweiten Trends werden mehr und mehr von den neuen Milieus in den Megast&#228;dten der BRIC Staaten bestimmt so wie diese heute bereits stark die Mode, die Kunst oder das Kino (Bollywood) aber auch die Autoindustrie beeinflussen bzw. M&#228;rkte wie TV, Computer, Mobilephons, Kameras, Chips und Screens beherrschen. Europa l&#228;uft mit seiner starken politischen und wirtschaftlichen Fraktionierung Gefahr immer weiter kolonialisiert zu werden auch in seinem eigenen Geschmack (Coca Cola, McDonald, Starbucks etc.). Die n&#228;chsten &#220;berflutungen werden aus China und Indien kommen. Es gibt wenig aus Europa, was da dagegenh&#228;lt. Immerhin k&#246;nnte es sein, dass ALDI, Lidl und Co. zum weltweiten Modell f&#252;r die Nahversorger der Zukunft werden. Ich will damit sagen: wenn zig Millionen Chinesen, Inder, Russen, Brasilianer in Zukunft Weine aus Bordeaux sch&#228;tzen, gehen die Preise weiter nach oben. Falls diese Konsumentenschichten sich etwas anderem zuwenden sollten, werden die Bordeauxpreise sinken und die Preise anderer pr&#228;ferierter Weine steigen. Europa k&#246;nnte daran nat&#252;rlich einiges &#228;ndern, aber ich sehe im Augenblick weder den politischen Willen, noch die Kraft und schon gar nicht den Mut in der politischen Klasse dies anzupacken. Es w&#228;re auch gegen weite Teile der desinformierten B&#252;rger gar nicht durchzusetzen. Dies Tr&#228;umen doch lieber von einer R&#252;ckkehr ins angeblich idyllische 19. Jahrhundert allerdings ausgestattet mit den technischen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts. Das geht aber nicht und wird Wunschtraum bleiben. Ich bef&#252;rchte, dass<span> </span>Europa und damit auch Deutschland in Zukunft<span> </span>als Wirtschafts.- und<span> </span>Machtzentrum <span> </span>eine untergeordnete Rolle spielen wird. F&#252;r ausgesprochene Luxusg&#252;ter wie Spitzenweine heisst das: von einer kleinen Gruppe wirklich reicher B&#252;rger abgesehen, wird sich dann niemand mehr diese Weine leisten k&#246;nnen.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Sehen Sie diese Entwicklung auch im Bereich der hochwertigen Bordeaux-Weine? Dies w&#252;rde letztendlich bedeuten, dass Namen wie &#8220;Lafite&#8221;, &#8220;Latour&#8221; oder &#8220;Mouton Rothschild&#8221; zumindest Gefahr laufen w&#252;rden, in einigen Jahren den Status als Luxusgut zu verlieren.&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Das glaube ich nun nicht. Bordeaux an sich ist nach wie vor eine der st&#228;rksten Mega-Marken der Welt wie Champagner, Havanna Zigarren oder Cognac. Produkte wie diese werden f&#252;r die n&#228;chsten Jahre und Jahrzehnte f&#252;r alle Aufsteiger der neuen Bourgeoisien in den EmergingMarkets prestigetr&#228;chtig sein. Und die Premiers heben sich nochmals als Ultra Marken und Icons ab. Ich glaube im Gegenteil daran, dass sich der Luxus Status der Premiers erst mal noch verst&#228;rken und vertiefen wird. Aber dies muss nicht auf alle Ewigkeiten zementiert sein. K&#252;nftige Generationen in Megapolen wie Shanghai, Beijing, Mumbai, Rio etc. werden eines Tages sicher eigene Vorlieben entwickeln. Aber da reden wir von der n&#228;chsten oder besser &#252;bern&#228;chsten Generation- also einen Zeitraum deutlich nach 2020. Mir ist aber bewusst, dass diese Welt (auch die Weinwelt) am Ende dieses Jahrhunderts anders aussehen wird als jetzt. Im 21. Jahrhunderts wird sich alles &#8211; eine friedliche Entwicklung vorausgesetzt &#8211; deutlich st&#228;rker und tiefgreifender ver&#228;ndern als dies im 20. Jahrhundert der Fall war. Das Jahr 2100 wird sich<br />
vom Jahr 2000 so abheben wie das Jahr 2000 vom Jahr 1800.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>In wenigen Wochen steht die Primeur-Kampagne in Bordeaux vor der T&#252;r, von der Sie auch quasi &#8220;live&#8221; twittern (http://twitter.com/primeur08) werden. Diese beinhaltet dieses Jahr einiges an Spannungspotential. Der internationale Handel fordert Abschl&#228;ge bis zu 50 Prozent auf das Preisniveau der letzten Jahre, um &#252;berhaupt eine Chance zu haben, die Weine an den Mann oder die Frau zu bringen. Wie sch&#228;tzen Sie zum einen im Vorfeld die Qualit&#228;t des Jahrgangs ein und werden die Châteaux ihrer Meinung nach die Erwartungen bez&#252;glich der Preispolitik erf&#252;llen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong></strong><em>Mario Scheuermann: &#8220;</em><em>Es sind nat&#252;rlich vor allem die Londoner H&#228;ndler die derart hohe Preisabschl&#228;ge fordern; denn denen ist ihre einstmals starke W&#228;hrung abhanden gekommen. Das ist ein v&#246;llig neues Gef&#252;hl f&#252;r die, dass sie mit ihrem kranken Pfund nicht mehr tonangebend oder gar marktbeherrschend sind. Die sitzen in einer Riesenfalle: sie brauchen tats&#228;chlich 30 Prozent Abschlag um das W&#228;hrungsgef&#228;lle zum Euro auszugleichen und dann noch mal 20 Prozent wg. der m&#246;glicherweise mangelnden Qualit&#228;t des Jahrgangs. Sollten die Bordelaiser ihnen diesen Gefallen tun, w&#252;rden sich die H&#228;ndler auf dem Kontinent die H&#228;nde reiben. Diese k&#246;nnten dann konkurrenzlos preiswert einkaufen. F&#252;r sie w&#252;rde Bordeaux pl&#246;tzlich wieder zum Gesch&#228;ft. Ich sehe diesen ganz krassen Preisabschlag noch nicht. Er wird sich eher zwischen 20 und 40 Prozent bewegen. </em></p>
<p class="MsoNormal"><em>Was die Qualit&#228;t betrifft traue ich mir derzeit keine detaillierten Prognosen zu. Fakt ist: 2008 war und wird kein grosser Jahrgang werden. Aber erstens ist die Menge sehr klein und zweitens liegen zwischen den Ernteterminen einzelner Regionen und Châteaux bis zu 4 Wochen und mehr. Was das f&#252;r die individuelle Qualit&#228;t der Weine bedeutet kann man ohne Verkostung nicht sagen. Deshalb wird diese Kampagne sehr spannend werden.&#8221;</em></p>
<p class="MsoNormal"><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>K&#246;nnten Sie sich vorstellen, dass das derzeit herrschende Konzept des Primeur-Verkaufs sich in absehbarer Zeit &#228;ndern wird? Kritik daran wird schon seit l&#228;ngerer Zeit ge&#252;bt. Werden diese Forderungen die gewachsenen Strukturen auflockern oder gar brechen k&#246;nnen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p><em>Also &#252;ber die derzeitige Konzeption der Primeur-Kampagne wird in Bordeaux aus unterschiedlichen Gr&#252;nden schon seit Jahren diskutiert. Ohne Ergebnis. Insofern glaube ich nicht, dass sich daran viel &#228;ndern wird. Andererseits gibt es diese Form der Organisation der Kampagne erst seit ca. 30 Jahren. Davor war es viel chaotischer und individueller. Erst mit der Gr&#252;ndung der Union des Grands Crus 1973 kam da Ordnung rein. Bisher ist man damit gut gefahren. Kritik kommt immer wieder von Erzeugerseite, dass man die Verkostungstermine ca. 3 Wochen sp&#228;ter ansetzen sollte. Da spricht aus Sicht der Produzenten und Verkoster einiges daf&#252;r. Aber der Handel will das nicht. Die Preisfindung f&#228;nde dann nicht im Mai/Juni statt sondern erst im Juni/ Juli und das ist Ferienzeit. Zum anderen k&#246;nnte dann Robert Parker <span> </span>seine Bewertungen nicht mehr Ende April liefern sondern erst Ende Juni. Dies w&#252;rde bedeuten, dass die Preisfindung erst im Juli/August stattfinden w&#252;rde. Das geht gar nicht. So ist auch der Vorschlag von Monsieur Prats zu verstehen</em><em> die Preisfindungsphase gleich auf September zu verschieben. Ob das aber mehrheitsf&#228;hig ist, weiss ich nicht zu beurteilen. Glaube aber eher nein. Andererseits hat der Erosionsprozess der gewachsenen Strukturen bereits begonnen. Immer h&#228;ufiger nehmen Erzeuger einen oder mehrere Weine aus der Kampagnen-Struktur des Platzes Bordeaux heraus allen voran Bernard Magrez. Viele tr&#228;umen davon, dass man zuk&#252;nftig die Premiers unter Ausschaltung des Zwischenhandels &#252;ber eigene Luxus-Portale oder Luxus-Shops verkaufen k&#246;nnte. Das w&#228;re freilich das Ende des Systems Bordeaux und eine existentielle Katastrophe f&#252;r die Masse der Winzer an der Basis.</em></p>
<p><em></em><strong>WEINVESTMENT: &#8220;</strong><strong>Abschlie&#223;ende Frage: wenn man einmal einen Blick &#252;ber den Tellerrand der klassischen Icon-Weine hinauswagt: Sehen Sie Weine, die das Potential und die Voraussetzung haben, die Reihe der bekannten Investmentweine in absehbarer Zukunftzu erg&#228;nzen?&#8221;</strong></p>
<p class="MsoNormal"><em>In vielen klassischen Regionen aber auch in neuen Weinbaul&#228;ndern streben Erzeuger danach mit Weinen diesen Status zu erreichen z.B. in Argentinien oder auch S&#252;dafrika, in Ungarn, &#214;sterreich oder Deutschland.<span> </span>Aber das ist nicht so einfach wie manche denken und schnell geht das auch nicht. Die Qualit&#228;t muss nicht einmal sehr hoch sein sondern man muss auch &#252;ber viele Jahre ein &#228;hnlich hohes Niveau halten, <span> </span>es  mit der Zeit sogar steigern. Man braucht regelm&#228;ssig Noten weit jenseits der 90 Punkte von den f&#252;hrenden Kritikern der Welt, einen Release-Preis jenseits von 50 Euro als Ausgangspunkt und einen sekund&#228;ren Markt mit permanenter Nachfrage und dadurch dauerhaft steigenden Preisen. In Australien<span> </span>haben das z.B. Grange<span> </span>und Hill of Grace geschafft, <span> </span>in den USA Opus One und Dominus, in Spanien Vega Sicilia. Pingus ist auf dem Weg dorthin. Ich denke schon, dass wir uns da in den n&#228;chsten zehn, 15 Jahren noch einige andere neue Namen werden merken m&#252;ssen. Wenn Sie mich nach Deutschland fragen, w&#252;rde ich vielleicht das Kirchenst&#252;ck von Dr. B&#252;rklin-Wolf nennen, den Schlossberg Pinot noir von August Kesseler oder die Sp&#228;tburgunder „Alte Reben“ von Stodden.<span> </span>Das sind Weine, die sich langsam diesem Profil n&#228;hern. Ob sie es letztendlich schaffen werden, wird man sehen. Die edels&#252;ssen Goldkapsel-Weine von Weil aus dem Rheingau oder die Spitzen aus der Kollektion von Egon M&#252;ller an der Saar sind dort wohl schon angelangt.</em></p>
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		<title>WeInvestment trifft:  Michael Unger</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 18:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinvestor</dc:creator>
				<category><![CDATA[WeInvestment trifft...]]></category>
		<category><![CDATA[Weininvestment]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf meinem R&#252;ckweg aus dem wundersch&#246;nen Stubaital habe ich die M&#246;glichkeit genutzt, mich mit Michael Unger von Ungerweine zu treffen. Im Vorfeld hatte ich bei dem Unternehmen angefragt und um einen Gespr&#228;chstermin gebeten. Obwohl Herr Unger terminlich sehr eingespannt war, hat es trotzdem geklappt. Dabei m&#246;chte ich einmal die sehr positive Art hervorheben, wie meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meinem R&#252;ckweg aus dem wundersch&#246;nen Stubaital habe ich die M&#246;glichkeit genutzt, mich mit Michael Unger von <a href="http://www.ungerweine.de">Ungerweine</a> zu treffen. Im Vorfeld hatte ich bei dem Unternehmen angefragt und um einen Gespr&#228;chstermin gebeten. Obwohl Herr Unger terminlich sehr eingespannt war, hat es trotzdem geklappt. Dabei m&#246;chte ich einmal die sehr positive Art hervorheben, wie meine Anfrage bearbeitet wurde. Angefangen von der schnellen Antwort &#252;ber die sehr hilfsbereite und freundliche Assistentin bis zum interessanten Gespr&#228;ch selbst- der Begriff Dienstleistung scheint hier mit Leben ausgef&#252;llt zu werden.</p>
<p>Gespr&#228;chsnotizen:</p>
<p>Die Nachfrage zum &#8220;Weininvestment&#8221; ist aus Sicht von Michael Unger in Deutschland bislang wenig ausgepr&#228;gt. Dabei sieht er das Thema pers&#246;nlich auch relativ kritisch und es gibt im Unternehmen (welches er gemeinsam mit seinem Bruder f&#252;hrt) derzeit keine Bestrebungen, das Weininvestment gezielt aufzubauen. Grunds&#228;tzlich gibt es seiner Meinung dabei  zwei Arten, die es zu unterscheiden gilt. Auf der einen Seite die Investition &#252;ber Weinfonds und zum anderen das private Investment. Insbesondere bei den gro&#223;en Weinfonds sieht er dabei mehrere Gefahren, die zu beachten w&#228;ren. So sei es f&#252;r die hohen Betr&#228;ge, die einige Fonds mittlerweile eingesammelt haben, schwierig, entsprechende investmenttaugliche Weine zu erwerben. Beim sp&#228;teren Verkauf  sieht er das Problem (<em>wie auch schon mehrfach hier im Blog ge&#228;u&#223;ert</em>), gr&#246;&#223;ere Positionen zu ver&#228;u&#223;ern, ohne dabei Druck auf die Preise auszu&#252;ben. Zudem wird durch die Fonds zun&#228;chst zwar das Angebot aus dem Markt genommen, ihm aber zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt komplett wieder zugef&#252;hrt, da die Flaschen nicht konsumiert werden. Dies k&#246;nnte dann zu einem &#220;berangebot und fallenden Preisen f&#252;hren. Letztlich sieht Michael Unger auch die Geb&#252;hrenstruktur der Fonds skeptisch, da die Nebenkosten f&#252;r das Management sowie die j&#228;hrlichen Nebenkosten nicht unerheblich sind.</p>
<p>Dem privaten Weininvestment steht er jedoch positiver gegen&#252;ber, da er hier durchaus Chancen sieht, durch entsprechende Informationen und Fachkenntnis, Weine mit entsprechenden Renditepotential gezielt ausfindig zu machen.  Die Zeiten der exorbitanten Preissteigerungen sind f&#252;r ihn jedoch Geschichte, da seiner Meinung nach die Produzenten (insbesondere die der Premier Crus) die Preissteigerungen zu ihren Gunsten nutzen, indem sie ihre en primeur-Spanne ausreizen, die Menge dabei zun&#228;chst begrenzen und dann die sp&#228;teren Tranchen selbst gewinnbringend auf den Markt bringen. Die bestehende Vertriebsstruktur in Bordeaux hat f&#252;r Michael Unger sowohl Vor- als auch Nachteile. &#220;ber kurz oder lang sieht er Bestrebungen der gro&#223;en und einflussreichen Châteaux, die bestehende Vertriebsschiene zu &#228;ndern. Erste Anzeichen daf&#252;r w&#228;ren f&#252;r den Fachmann bereits jetzt  zu erkennen. </p>
<p>Bei dem en primeur Gesch&#228;ft ist jedes Jahr festzustellen, dass die Kunden sich w&#228;hrend dieser Phase extrem auf die neuen Weine focussieren und dadurch &#228;ltere Weine, die qualitativ mindestens genauso hochwertig sind,  vor&#252;bergehend in den Hintergrund gedr&#228;ngt werden.</p>
<p>Den derzeitigen Nachfrageboom sieht Unger differenziert. So k&#246;nnte Russland zwar ein potenter, aber auch sehr kleiner Markt sein. Die Nachfrage aus Asien nach einzelnen &#8220;in&#8221;-Weinen (z.B. Lafite) k&#246;nnte zudem wechselhaft sein und m&#252;&#223;te sich daher  erst als nachhaltig erweisen. Einer der gr&#246;&#223;ten M&#228;rkte f&#252;r das Weininvestment- Nordamerika- leidet hingegen unter dem niedrigen Dollar. Zudem werden seines Erachtens nach die Auswirkungen der Subprime-Krise auch den Weinmarkt treffen. Als Beispiel in der Vergangenheit f&#252;hrt er die Asienkrise 1997 an, die die Weinpreise ordentlich unter Druck gebracht hat. Einige Weine haben erst in der letzten Boomphase 2006/2007 die Preise von 1997 erreicht.  Derzeit verzeichnet Unger f&#252;r den Bereich der sehr hochwertigen Weine (vorerst?) eine Deckelung der Preise. </p>
<p>Weltweit geht Michael Unger davon aus, dass es mehr F&#228;lschungen von hochwertigen Weinflaschen gibt, als man allgemein annimmt, speziell im Bereich der Gro&#223;formate. Die enorme Wersteigerung von einigen Weinen w&#252;rde Betr&#252;ger automatisch anziehen. Den eigenen Keller w&#252;rde Unger aufgrund sorgf&#228;ltiger Pr&#252;fung zu 99,9 Prozent als f&#228;lschungsfrei bezeichnen.</p>
<p>Den Weinkritiker Robert Parker sieht er als absolut f&#252;hrend in der Szene an, der eine enorme Wirkung auf den Endkunden aus&#252;bt. Gleichzeitig sieht er in Europa jedoch auch Tendenzen, dass die Konsumenten geschmackskritischer werden und die Stilistik der &#252;berextrahierten Weine zunehmend ablehnen.</p>
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