Analysten sehen Stabilisierung bei Bordeauxpreisen

Analysten der Weinbörse Liv-ex sehen ein Ende der Korrekturbewegung bei den Preisen für hochwertige Bordeaux-Weine. In den letzten drei Monaten haben sich die Preise im Premier Cru Bereich stabilisiert und die Preisabschläge um bis zu 35 Prozent nutzen Käufer aktuell, um gezielt auf „Schnäppchenjagd“ zu gehen. Entsprechende Nachfrage ist zum Beispiel bei den Weinen von Lafite Rothschild 2009 und Haut Brion 2003 zu verzeichnen.
Die Weinhändler in London berichten ebenfalls von anziehenden Umsätzen im Fine Wine Segment.

Für das Gesamtjahr 2012 bleibt festzuhalten, dass sich das Interesse der Weinsammler bei den Regionen auf eine breitere Basis stellt und nicht nur mehr einzig auf Bordeaux beschränkt.

Weitere Infos sind hier zu finden.

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Bordeaux Jahrgang 2000- Kaufniveau?

Die Weinbörse Liv-ex hat eine interessante Statistik bezüglich des Bordeaux Jahrganges 2000 veröffentlicht. Der Jahrgang ist von seiner (Investment)Qualität unbestritten, daher lohnt sich eine genauere Analyse des aktuellen Preisniveaus an der Weinbörse.

Viele Weine aus der ersten und zweiten Reihe sind dabei so günstig, wie seit einigen Jahren nicht mehr, wobei die Premier Crus im Schnitt ca. 31,5% seit den Höchstständen im Jahr 2011 verloren haben. Die Weine von Lafite Rothschild und Margaux haben ein Preisniveau, was dem vom Jahr 2009 entspricht, während Haut Brion, Latour und Mouton sich derzeit auf dem Level von 2010 bewegen.

Eine detaillierte Übersicht findet man hier.

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Liv-ex 100 im Oktober- wohin geht die Reise?

Der Liv-ex 100 beendete den letzten Handelsmonat mit einem kleinen Minus von 0,6%, was einem Indexstand von 258 entspricht. Seit Januar beträgt das Minus des Index insgesamt 9,8% .

Das Handelsvolumen an der Weinbörse zog dabei im Oktober an. Dies lässt grundsätzlich zwei Interpretationen zu. A) Auch auf diesem niedrigen Niveau gibt es noch genügend Handelsteilnehmer, die ihre Weine verkaufen möchten. B) Auf diesem Niveau kehren die Käufer vermehrt in den Markt zurück, da sie es als gute Kaufgelegenheit ansehen.

In welche Richtung sich der Markt nach dieser aktuellen Konsolidierungsphase entwickeln wird, ist derzeit schwierig zu prognostizieren. Ein denkbarer Ansatz wäre, auf dem aktuellen Niveau ausgewählte Weine aus dem Premier Cru Bereich zu kaufen, um diese Positionen, sollte der Markt weiter schwächeln, später aufzustocken. Unter einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont könnte dies, in einem schwierigen Marktumfeld, eine Strategie mit einem guten Chance-/Risiko Profil sein.

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Weinsammler sehen Liv-ex 100 zum Ende des Jahres höher

Der Liv-ex 100 beendete den Monat Oktober mit einem Indexstand von 258,40 Punkten, was einem Minus von 0,64 Punkten zum Vormonat entspricht. Glaubt man einer Umfrage, die die Weinbörse Liv-ex im Oktober unter den Weinsammlern gestartet hat, befindet sich der Weinmarkt aktuell in einer Konsolidierungsphase, die anschließend in eine kleine „Rallye“ mündet. Insgesamt 77,8% der Befragten sehen den Schlussstand des Liv-ex 100 am Ende des Jahres im Vergleich zum Monat September höher, im Mittel bei 268,74 Punkten. Im Rahmen der Umfrage wurde den Weinsammlern auch die Frage gestellt, warum sie hochwertige Weine kaufen. Hierauf antworteten 75,4% mit „Zum Trinken und Investieren“. Insgesamt gingen bei der Weinbörse innerhalb von drei Wochen über 700 Antworten auf die Fragen ein.

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Bewertung von Weinfonds im Fokus

Eine Thematik, die hier im Blog schon seit Jahren kritisch gesehen wird, erhält nun auch international eine größere Beachtung: die Bewertung von Weinfonds.
Teilweise gibt es große Unterschiede, wie die Fonds die Bewertung vornehmen, was dazu führt, dass die angegebenen Performance-Kennzahlen nicht vergleichbar sind.

Einige Fonds greifen auf Auktionsdaten zurück, andere auf eine Kombination von verschiedenen Quellen und der Rest lässt die Bewertung durch die Weinbörse Liv-ex durchführen, die hierbei auf das „Mid-Price“ Prinzip zurückgreift. Die Fonds unterliegen nicht der Aufsicht einer zentralen Regulierungsbehörde, was dazu führt, dass keine einheitliche Ermittlungsbasis verbindlich für alle Teilnehmer gilt. Die Bewertungsansätze von einigen Fonds weisen dabei teilweise abenteuerliche Methoden auf und ermöglichen eine „kreative Buchführung“.

Alleine aus Gründen der Transparenz und der Objektivität erscheint es mehr als zweckmäßig, dass ein unabhängiger Dritter für die Ermittlung des Fondsvolumens zuständig ist. Aber auch das Mid-Price Prinzip der „Liv-ex“ kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn es führt aus meiner Sicht immer dazu, dass die Weinbestände letztlich zu hoch bewertet sind, insbesondere bei nachgebenden Notierungen. Teilweise erinnert die Problematik an die Zeiten des Neuen Marktes: a) Marktenge Titel, b) Große Positionen bei Fonds c) Fonds beeinflussen durch ihre Käufe in einigen Fällen selbst die Preise.

Die professionelle Weinfondsszene hat zudem das Problem, dass die Auswahl an investmentfähigen Weinen sehr begrenzt ist. In Zeiten von fallenden Preisen stellt sich daher folgende Situation: a) Die Preisspannen zwischen An- und Verkaufskursen weiten sich stark aus b) Fonds treten selbst als Verkäufer aus, die Nachfrageseite wird signifikant geschwächt c) Verkäufe können nur mit großen prozentualen Abschlägen abgewickelt werden.

In dieser Phase wird das Mid-Price Prinzip den realen Marktbedingungen nicht gerecht, denn kein Fonds könnte seine größeren Positionen zu diesem Bewertungspreis auch nur ansatzweise verkaufen.

Hier ist also eine Lösung gefragt, die in der Praxis zu besseren Ergebnissen führt und insbesondere die Problematik der “Marktenge” stärker berücksichtigt.

Und wieder 1855.com

Die massiven Beschwerden gegen 1855.com finden kein Ende, sondern erreichen aktuell einen neuen Höhepunkt. Kunden und Medien erheben schwere Vorwürfe gegen den Online-Weinhändler. Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie hier

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Immer wieder schwarze Schafe…..

Diesmal sorgt die Firma “Global Wine Investments” in London dafür, dass das Thema Weininvestment wieder mit negativen Schlagzeilen in die Presse kommt. Zurück bleiben geprellte Anleger, die zwar Zahlungen geleistet-, aber hierfür keine Weine erhalten haben. Eine Methode, die in den letzten Jahren leider immer wieder praktiziert wurde. Aktuell scheint es so, als wären die Verantwortlichen untergetaucht. Weitere Informationen hierzu hier

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Talfahrt an der Liv-ex hält auch im Juli an

Der Liv-ex 100 beendete auch den Monat Juli im Minus. Der Index fiel um 2.8 Prozent auf 258 Punkte. Seit Jahresbeginn beträgt der Verlust des Index der Londoner Weinbörse somit insgesamt 10 Prozent.

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Marktpreisindikation 26.07.2012

Mouton Rothschild 2007221 €254 €
Mouton Rothschild 2006313 €365 €
Mouton Rothschild 2005370 €431 €
Mouton Rothschild 2004190 €221 €
Mouton Rothschild 2003230 €269 €
Mouton Rothschild 2002244 €285 €
Mouton Rothschild 2001235 €274 €
Mouton Rothschild 2000678 €789 €
Lafite Rothschild 2007416 €515 €
Lafite Rothschild 2006456 €553 €
Lafite Rothschild 2005648 €757 €
Lafite Rothschild 2004362 €422 €
Lafite Rothschild 2003739 €861 €
Lafite Rothschild 2002388 €449 €
Lafite Rothschild 2001380 €443 €
Lafite Rothschild 20001294 €1513 €
Latour 2007--
Latour 2006284 €338 €
Latour 2005544 €633 €
Latour 2004294 €342 €
Latour 2003510 €593 €
Latour 2002237 €276 €
Latour 2001307 €357 €
Latour 2000743 €865 €
Margaux 2007244 €263 €
Margaux 2006263 €306 €
Margaux 2005525611 €
Margaux 2004232 €272 €
Margaux 2003380 €444 €
Margaux 2002197 €229 €
Margaux 2001223 €260 €
Margaux 2000562 €655 €
Haut Brion 2007180 €207 €
Haut Brion 2006213 €248 €
Haut Brion 2005376 €438 €
Haut Brion 2004180 €209 €
Haut Brion 2003213 €247 €
Haut Brion 2002187 €218 €
Haut Brion 2001190 €221 €
Haut Brion 2000435 €508 €

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Warum Latour die Weine nicht mehr en primeur verkauft

In einem Interview mit dem Decanter, erläutert Frederic Engerer von Château Latour die Gründe, warum die Weine von Latour ab 2013 nicht mehr en primeur verkauft werden.

Letztlich haben Château Latour hauptsächlich zwei Punkte zu dieser Entscheidung bewogen. 1) Viele gute Jahrgänge wurden aus Sicht des Château viel zu früh getrunken. 2) Die Spekulation mit den Weinen soll eingedämmt werden.

Die Reaktion bei Weinfreunden in der ganzen Welt fiel laut Engerer durchweg positiv aus, wobei diese bei Weinimporteuren und insbesondere Negociants sicherlich bedeutend verhaltener ausgefallen sein dürfte. Das ganze Interview findet man hier.

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