Studien Teil I

Wie bereits letzte Woche angekündigt, werden hier im Blog nun regelmäßig Studien zum Thema “Fine Wine” und Weininvestment allgemein geposted. Passend zu der demnächst anstehenden En Primeur Kampagne gibt es zunächst eine Studie aus dem Jahr 2003 mit dem Titel “Reputation and Quality Effects on Wine Prices: A Comparison between En primeur and Bottled Bordeaux Wine” von den Autoren Héla Hadj Ali und Céline Nauges. Zur Studie: ReputationandQualityEffects

Liv-ex 100 beendet Februar mit Plus

Der Index der Londoner Weinbörse Liv-ex beendete den Monat Februar mit einem Plus von 3 Prozent.  Seit Jahresanfang konnte der Liv-ex 100 somit bislang um 5.8 Prozent zulegen.

Studien und Berichte zum Thema “Weininvestment”

Im Laufe der letzten Jahre haben sich diverse Studien und Berichte zum Thema “Weininvestment” bei mir angesammelt. Zudem kamen auch regelmäßig Literaturanfragen von Studenten, die sich mit der Thematik im Rahmen einer Arbeit beschäftigt haben. Daher werde ich nun regelmäßig  a)  alle vorhandenen frei zugänglichen Studien und Berichte hier im Blog verlinken oder als PDF zum Download anbieten und  b) auf alle aktuellen Onlineberichte zum Thema aufmerksam machen. Zu diesem Zweck werde ich eine eigene Unterseite mit dem Titel “Studien” einrichten.

Und täglich grüßt das Murmeltier…..

Ich verfolge regelmäßig das Geschehen im Bereich der Weinfonds und frage mich bei einigen Anbietern immer wieder, wie Anleger überhaupt nur einen Cent in diverse Konstrukte investieren können. Insbesondere ein relativ neuer Anbieter fällt mir dabei derzeit ins Auge, der auf seiner Internetseite sehr anschaulich darstellt, wie profitabel doch so ein Weininvestment ist. Anhand von diversen Tabellen und Schaubildern kann man nur zu dem Schluß kommen, dass hochwertiger Wein der absolute Renditeturbo für das Depot ist und man an der Anlageklasse nicht vorbeikommt.

Diese Aufstellungen und Schaubilder sind für mich noch nicht einmal das Geld wert, auf das sie gedruckt sind. Trotzdem findet man sie immer wieder. Dabei handelt es sich nicht um die Wertentwicklung eines real existierenden Weinportfolios, sondern um die Darstellung, wie sich ein “Weindepot” hätte entwicklen können, wenn man in den zurückliegenden Jahren die Highflyer gekauft hätte. Rückblickend betrachtet ist dies natürlich immer ein Leichtes. Natürlich werden bei den Aufstellungen aber auch keine Preisquellen genannt sowie Währungsschwankungen+ Versicherungs-kosten+Lagerkosten, etc. berücksichtigt.

Persönlich habe ich das Gefühl, dass sich zunehmend mehr schwarze Schafe in diesem Bereich tummeln. Die Fonds locken mit einer utopischen Rendite und sind gleichzeitig so gut wie keiner Kontrolle/ Aufsicht unterworfen. Aber einige Leute scheinen immer noch ihren Verstand auszuschalten, sobald ihnen eine zweistellige Rendite pro Jahr versprochen wird. Herr Madoff läßt grüßen.

Liv-ex 100 zum Jahresanfang mit Gewinn

Der Liv-ex 100 konnte im ersten Monat des neuen Jahres ein Plus von 2.7 Prozent zum Vormonat verzeichnen, was einem Punktestand von 243.59 entspricht.

Vinfolio in finanziellen Schwierigkeiten

Der in San Francisco ansässige Weinhändler “Vinfolio” ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, die rückläufige Nachfrage im Segment der hochwertigen Weine, die Expansion nach Asien und der Aufbau einer großen Handelsplattform haben anscheinend tiefe Löcher in die Kasse von Vinfolio gerissen. Weitere Einzelheiten kann man dem Blog von Vinfolio entnehmen. Der vorläufige Betrieb scheint aber gesichert zu sein.

Liv-ex 100 beendet das Jahr 2009 mit einem Plus von 15,7%

Der Liv-ex 100 beendete das Gesamtjahr 2009 mit einem Plus in Höhe von 15,7 Prozent. Insbesondere die Nachfrage nach den Blue Chips Lafite und Mouton Rothschild waren für diese Entwicklung verantwortlich. Dies wird auch von dem Liv-ex Claret Chip Index untermauert, der im Jahr 2009 um 19.8 Prozent zulegen konnte. Der Handel im Dezember stand im Zeichen der Bordeaux-Weine und hier lag der Schwerpunkt insbesondere auf den Jahrgängen 2000 und 2008. Aber auch die Weine aus dem 98´Jahrgang – und hier insbesondere Latour- konnten sich einer gesteigerten Aufmerksamkeit der Händler erfreuen. Die Erfolgsgeschichte von Lafite Rothschild scheint auch im neuen Jahr ungebrochen, wobei sich das Interesse nun auch zusätzlich auf die Weine von Mouton Rothschild erstreckt.

Liv-ex 100 im Dezember mit kleinem Plus

Anscheinend konnte das Weihnachtsgeschäft den Liv-ex 100 im Dezember nicht so richtig ankurbeln. Der Monat wurde mit einem Plus von 0.9 Prozent beendet. Für das Gesamtjahr 2009 konnte der Index somit ingesamt einen Zuwachs in Höhe von 15.9 Prozent verzeichnen.

Rück- und Ausblick

Es ist nicht so leicht, das Jahr 2009 im Hinblick auf den Markt für hochwertige Weine zu beurteilen. Auf den ersten Blick ist die Entwicklung ja gar nicht mal so schlecht, wenn man sich einmal die Performance des Liv-ex 100 anschaut, der auf das Jahr betrachtet bis Ende November um 14.7 Prozent zulegen konnte. Dabei sollte man aber immer berücksichtigen, dass hier der “Lafite-Faktor” eine massgebliche Rolle spielt. Nach wie vor erfreuen sich die Weine von Lafite-Rothschild eines extrem großen Interesses aus Asien. Der Aufschwung an der Weinbörse Liv-ex erfolgte nicht auf einer breiten Basis, sondern konzentrierte sich hauptsächlich auf wenige ausgesuchte Weine, insbesondere Lafite.

Überhaupt spielt die Musik im Markt für hochwertige Weine zunehmend in Asien- da führt derzeit kein Weg dran vorbei. Wer als Weinhändler im Fine-Wine Bereich international mitspielen möchte, muss sich in Asien positionieren, um die rückläufige Nachfrage zum Beispiel in Europa auszugleichen.

Ein weiterer Trend, der dieses Jahr verstärkt einsetzte, war der zu Handelsplattformen. Diese ermöglichen dem Kunden den transparenten An- und Verkauf. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich dieses Angebot durchsetzen wird. Fakt ist aber, dass zunehmend große Anbieter auf diesen Markt drängen.

In Deutschland bleibt es bei der stiefmütterlichen Behandlung des Themas “Weininvestments”. Zudem ist in Zeiten der Krise auch die Nachfrage nach hochwertigen Weinen eingebrochen, zum Teil kam der Markt mehr oder weniger zum Erliegen. Eine Vorhersage für das Jahr 2010 ist derzeit schwierig.

Nicht so schwierig ist die Vorhersage, dass sich der Bordeaux-Jahrgang 2009 einer riesigen Nachfrage erfreuen wird. Die Lobeshymnen auf den Jahrgang wollen eigentlich gar nicht mehr enden- und dies auf breiter Basis. Die Primeur-Kampagne wird sich nächstes Jahr einer riesigen Aufmerksamkeit erfreuen, dafür muss man keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und meinen Leserinnen und Lesern ein gesundes und glückliches Jahr 2010 wünschen.

Liv-ex 100 kann minimal zulegen

Der Index der Londoner Weinbörse Liv-ex konnte im Monat November minimal um 0.4 Prozent zulegen. Dies entspricht einem Stand von 235.13 Punkten. Anscheinend konnte auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft dem Index keine neuen Impulse nach oben verleihen.